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Überlingen Lobende Worte für Ex-Räte und Minister

27.09.2004
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Alles war diesmal ein bisschen anders: Statt sich mit einem Sommerfest auf die politische Pause einzustimmen, startete der CDU-Ortsverband Überlingen mit einem Herbstfest in der "Jagdhütte" St. Leonhard in die neue Saison: Vorsitzender Günter Hornstein nutzte es zu einem Rückblick und um die Arbeit dreier ausgeschiedener Gemeinderatsmitglieder und des nun ehemaligen Verkehrsministers Ulrich Müller zu würdigen.

Überlingen - Zufrieden war Hornstein mit dem "ordentlichen Ergebnis" der Kommunalwahl. Das Ziel, die Zahl der Mandate im Gemeinde- und Kreisrat zu erhalten, wurde erreicht. Besonders freute er sich, dass mit Michael Allweier ein Vertreter der "unheimlich engagierten Jungen Union" den Sprung in den Gemeinderat geschafft habe. Insgesamt habe man ein gutes, engagiertes Team gehabt, das dem Anspruch einer Volkspartei gerecht geworden sei. Bedauerlich sei, dass die CDU in Zukunft eine reine Männerfraktion sei. Dennoch glaube er, dass die CDU in den nächsten fünf Jahren die Entscheidungen im Gemeinderat genauso maßgeblich präge wie bisher. Den drei ausgeschiedenen Gemeinderäten dankte Hornstein für ihre jahrelange Arbeit.

Günter Wenk wirkte zehn Jahre im Gemeinderat und hat besonders im Bauausschuss seine Kompetenz als Selbstständiger und Handwerker eingebracht. Ein Gräuel war ihm Bürokratie, der er oft unkonventionelle, aber pragmatische Ideen entgegengesetzt habe. Verständlich sei, dass er wegen der Aufnahme einer zusätzlichen beruflichen Arbeit als Geschäftsführer der Bau-GmbH im Ehrenamt kürzer treten musste. Dass er trotz seiner starken beruflichen Beanspruchung das Amt des Stadtrats zehn Jahre ausgeübt habe, verdiene großen Respekt.

Ulrich Huther war 15 Jahre Stadtrat. Als Verkehrsexperte habe er sich größten Respekt im Gremium wie in der Bevölkerung erworben. Viele Entscheidungen in der Verkehrspolitik seien maßgeblich von ihm geprägt. In Huther hatte auch die Feuerwehr einen Streiter für ihre Interessen. Ausgezeichnet habe er sich auch durch eine nahezu 100-prozentige Anwesenheit in Gemeinderat- und Fraktionssitzungen; ein Umstand, so Hornstein, der trotz seiner beruflichen Beanspruchung nicht hoch genug eingeschätzt werden könne. Ihm imponiere Huthers Gabe, zuhören zu können, und seine ruhige und sachliche Art der Argumentation. Hornstein bedauerte, dass ihnen sein Rat künftig fehlen werde, freute sich aber, dass Huther die CDU Überlingen im Kreistag und im Kreisvorstand auch zukünftig repräsentieren werde.

Dienstälteste Gemeinderätin war Doris Stetter. Seit 1980 war sie mit Unterbrechungen Stadträtin. "Die letzten fünf Jahre hat sie als einzige Frau in der CDU-Fraktion ihren Mann gestanden", so Hornstein. Er hob die Beharrlichkeit hervor, mit der sie die Interessen der älteren Generation im Sozial- und Bildungsbereich vertreten habe, sowie ihren Humor: "Doris Stetter war mit Leib und Seele Stadträtin, ihre Wortmeldungen zu den Themen geprägt von Kompetenz, Leidenschaft und Idealismus." Auch sie war fast 100-prozentig bei allen Gemeinderats- und Fraktionssitzungen dabei. Dem Ortsverband bleibt sie mit ihrer Persönlichkeit und Sachkunde als Vorstandsmitglied erhalten, freute sich der Vorsitzende. Allen Geehrten überreichte er Geschenkkörbe. Bei den Partnern bedankte sich Hornstein mit Wein für deren Unterstützung und Verständnis.

Ein Bedürfnis war es ihm auch, dem Landtagsabgeordneten und Umwelt- und Verkehrsminister a.D. Ulrich Müller dafür zu danken, wie oft er Überlingen und den Ortsverband terminlich berücksichtigt habe. Müller habe für die Stadt viel getan, auch abseits der Öffentlichkeit. Dieser hob ebenfalls die Bedeutung der Kommunalpolitik hervor und dankte allen, die engagiert tätig seien.

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Mit Worten und Präsenten würdigte CDU-Vorsitzender Günter Hornstein (rechts) die Arbeit der ausgeschiedenen Gemeinderäte (weiter von rechts) Ulrich Huther, Doris Stetter und Günter Wenk. Links Fraktionsvorsitzender Lothar Fritz. Bilder: Keutner
 
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