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Überlingen/Frickingen Linzgau-Korn fährt Ernte ein

In den Linzgau-Korn-Betrieben geht es rund, denn die Landwirte stehen mitten in der neuen Ernte. „Nicht länger zögern, sondern lieber früher dreschen und anschließend das Getreide auf optimale Lagerbedingungen trocknen lassen,“ erklärt Landwirt Mathias Müller bei einem Treffen mit seinen Linzgau-Korn-Kollegen. In dieser verregneten Saison erfordert die Ernte viel Fingerspitzengefühl und auch Mut.

Linzgau-Korn-Landwirt Wendelin Bottling aus Heiligenberg-Wintersulgen bei der Ernte. Auf dem Bild mit Drescherfahrer Manuel Campos.
Linzgau-Korn-Landwirt Wendelin Bottling aus Heiligenberg-Wintersulgen bei der Ernte. Auf dem Bild mit Drescherfahrer Manuel Campos. |

Überlingen/Frickingen – Für die Linzgau-Korn-Bauern gilt es nun, in den kurzen guten Wetterphasen die Ernte im richtigen Reifestadium einzufahren. Beste Qualität aus der Region, und das zu fairen Preisen für alle Beteiligten, sind schließlich ihre obersten Ziele.

„Die Körner, die uns der Hagel im Mai gelassen hat, haben eine gute Qualität. Wir rechnen aber mit mindestens 35 Prozent geringerem Weizenertrag“, berichtet Landwirt Karl Homburger aus Bermatingen. Dem Ort, der von den Unwettern besonders schwer getroffen wurde. Die Wetterkapriolen halten seit dem Frühjahr alle im Linzgau-Korn-Projekt zusammen geschlossenen Mitglieder auf Trab. Unwetter richten in der Regel aber nur in eng begrenzten Gebieten echte Schäden an. Dazu Christa Balser vom die Landwirte betreuenden Projektbüro Balser in Frickingen: „Um einem kompletten Ernteausfall von Linzgau-Korn entgegen zu wirken, wurden von Anfang an Landwirte aus allen Höhenlagen des Linzgaus mit ins Boot genommen.“ Dies habe sich in diesem Erntejahr bestens bewährt. Zudem sei im vergangenen Super-Erntejahr kräftig gehamstert und reichlich Reserve eingelagert worden. Die Reserven aus dem Vorjahr brächten also gleich doppelten Nutzen.

Wie sieht es mit dem Preis aus? „Da noch viel Getreide aus der Ernte 2008 gehandelt wird, geht der allgemeine Marktpreis für Getreide weiter in den Keller. Mit 11 bis 13 Euro pro 100 Kilo Weizen können die Landwirte nicht kostendeckend arbeiten“, berichtet Johannes Schuler, Mönchmühle Ravensburg. Christa Balser wiederum verweist darauf, dass bei Linzgau-Korn dagegen faire Preise eine wichtige Basis für eine gute und langfristige Partnerschaft seien. Mit mindestens 22 Euro pro 100 Kilogramm Getreide sei das Auskommen der Landwirte gesichert. Um sich vom allgemeinen Preisverfall abzukoppeln, sei bereits im letzten Jahr gemeinsam beschlossen worden, diesen Preis nach unten zu deckeln. Dazu Bäckermeister Josef Baader aus Frickingen: „Unsere Kunden schätzen unser Linzgau-Korn sehr.“ Einige Getreideäcker liegen gleich in der Nähe seiner Gläsernen Backstube. So kann er sich vom Gedeihen seines Rohstoffes ein Bild machen.

Informationen im Internet:

www.linzgau-korn.de

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