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Überlingen Konzert unterm Narrenbaum

14.02.2012
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In Überlingen wird der "Schmotzige Dunschdig" mit Guggenmusiken begangen. Außerdem hoffen die Narreneltern auf mehr Besenwirtschaften.

Dass die Narrenbaumeinweihung am Abend des Schmotzigen Dunschdig „ein wenig schmucklos“ ist, weiß Narrenmutter Wolfgang Lechler sehr wohl. Schon seit Jahren wird in der Narrenzunft Überlingen (NZÜ) darüber nachgedacht, wie sich der Ausklang des ersten Straßenfastnachtstages für die Zuschauer attraktiver gestalten ließe. Gemeinsam mit den närrischen Frauen bei den „Alten Wiebern“ und dem „Überlinger Löwe“ habe man den Abend nun neu gestaltet: Aus der bisherigen Narrenbaumeinweihung wird ein „Narrenbaumkonzert“. „Wir wollen versuchen, das Ganze in ein anderes Licht zu tauchen“, sagt Narrenvater Thomas Pross und meint das in doppeltem Sinn. Denn sowohl der Weg des vorangehenden Umzugs als auch die Hofstatt mit dem Narrenbaum selbst werden ganz besonders illuminiert.

„Wir legen einfach zwei bisher getrennte Veranstaltungen zusammen“, erläutert Lechler. Nämlich die bisherige Narrenbaumeinweihung mit den Auftritten der Guggenmusiken, die schon bisher – allerdings unorganisiert – am Donnerstag und Samstag durch die Stadt ziehen. Die Initiative zur Aufwertung der Narrenbaumeinweihung sei von Alten Wiebern und Löwen, die traditionell am Donnerstag aktiv sind, gleichermaßen ausgegangen, erläutern die Narreneltern. „Löwen und Alte Wieber begegnen sich da in Augenhöhe“, stellt Lechler klar, dass beide Frauengruppierungen dabei gleichberechtigt agieren. Die Narrenzunft übernehme die Organisation und trage die Gema-Kosten, die Gesamtkosten teilten sich alle.

Los geht es um 19 Uhr am Hänselebrunnen, da bleibt alles beim Alten. Von dort führt der Umzugsweg über Aufkircher-, Franziskaner- und Marktstraße zum Landunggsplatz und dann zur Hofstatt. Traditionell mit dabei ist die Überlinger Dampfkapelle, die die Narreneltern begleiten wird. Und dann werden vier Guggenmusiken den Zug der Alten Wieber und der Löwen begleiten. Mit dabei sind dieses Jahr die „Storchestägehüller“ aus Wehr, die „Lumpenkapelle Löwenzahn“ aus Mimmenhausen und die „Seegumper“ sowie die „GuggeVamps“ als wohlbekannte Lokalmatadoren. Auf der Hofstatt dann erwartet das närrische Publikum eine launige Rede von Narrenvater Thomas Pross und ein gut 40 Minuten dauerndes Konzert der fünf Kapellen.

„Ich glaube, wir können uns auf den Schmotzigen Dunschdig wirklich freuen“, sagt Lechler. Indes hoffen er und Pross, dass noch die eine oder andere Besenswirtschaft ihre Pforten öffnet. „Wir danken an dieser Stelle allen, die sich da engagieren, ganz herzlich“, erklärt Pross, „jeder Besen trägt dazu bei, dass es an der Fasnet weniger frustrierte Narren gibt, die vor den teils überfüllten Lokalen anstehen; damit hat jede Besenwirtschaft ihren Anteil daran, dass die Fasnet fröhlich und ohne Aggressionen abläuft.“ Deshalb würden sie sich wünschen, sagen die Narreneltern, dass sich noch mehr Vereine oder Gruppen mit einer Besenwirtschaft engagieren.

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