Überlingen Hospizgruppe hat mit Cornelia Haag eine neue Koordinatorin

Cornelia Haag tritt die Nachfolge für die verabschiedete Sigrid Munck-van-Damme an

Von einer erfolgreichen Arbeit zu sprechen, fällt der Überlinger Hospizgruppe aus guten Gründen schwer. "Denn hinter jedem Abschluss steht ein Trauerfall", betont Vorsitzender Gerhard Krimmer, der den Verein seit 2011 leitet. Allerdings sei die Begleitung von Sterbenden und deren Angehörigen durch qualifizierte Hospizhelfer eine ganz wichtige Aufgabe. Wesentlich zu einer Professionalisierung beigetragen habe als erste hauptamtliche Koordinatorin Sigrid Munck-van-Damme, die im Jahr 2003 diese Aufgabe übernommen hatte und jetzt offiziell aus ihrem Amt verabschiedet wurde. Ihre Nachfolge hat Cornelia Haag angetreten, die schon am 1. Februar als Stellvertreterin eingestiegen war und nun die Hauptverantwortung übernimmt.

Künftig soll ein Delegierter oder eine Delegierte beauftragt werden, um eine bessere Brücke zwischen Ehrenamtlichen und Vereinsvorstand zu schlagen. In den Vorgesprächen zur Hauptversammlung sei hier eine zu große Kluft erkannt worden, sagte Gerhard Krimmer, die durch einen Vertreter der Begleitpersonen verringert werden soll. Die Finanzierung der Arbeit sei inzwischen gesichert, erklärte der Vorsitzende und verwies auf die Förderung durch die Krankenkassen. Voraussetzung dafür ist allerdings eine nachgewiesene Qualifikation der ehrenamtlichen Helfer. Derzeit absolvieren zehn neue Hospizbegleiter einen Kurs, von denen sechs für die Überlinger Gruppe arbeiten könnten.

Insgesamt habe es im Vorjahr 51 Begleitungen durch die 24 Hospizhelfer gegeben, berichtete Sigrid Munck-van-Damme. Davon seien 36 "beendet" worden. Auch 25 Beratungen zur Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung hat der Verein geleistet, der inzwischen in der Mühlbachstraße ein eigenes kleines Büro besitzt.

"Sie haben sich um die Hospizgruppe, die gesamte Hospizbewegung und insbesondere um die Einwohnerschaft in Überlingen, Owingen und Sipplingen verdient gemacht", würdigte Vorsitzender Krimmer die ausscheidenden Koordinatorin. Munck-van-Damme habe sich intensiv und mit viel Sensibilität um Mitarbeiter und die Auswahl der richtigen Personen für eine Begleitung gekümmert. Dabei habe sie davon profitiert, dass sie "sehr fortbildungsbeflissen, ja fast fortbildungsbesessen" sei. Zudem habe sie ein "tolles Netzwerk" zu Fachleuten über die Gruppe hinaus geknüpft und gepflegt. Umso mehr freue er sich, dass Munck-van-Damme als Vertreterin und externe Beraterin weiter zur Verfügung stehe.

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