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Überlingen Grünen-Abgeordnete informieren sich bei Überlinger Firma Bodan

Die Überlinger Firma Bodan ist Vorreiter in vielerlei Hinsicht, ob es um Klimaschutz oder andere ethische Fragen geht. Drei Grünen-Abgeordnete informieren sich nun beim Unternehmen.

Über Erfolg versprechende ökologische Praxis vor Ort informierten sich Grünen-Abgeordnete im Rahmen einer Klausurtagung der Fraktion beim Überlinger Naturkost-Großhandel Bodan. Hier lernten die Agrar- und Klimaschutzexperten Bernd Murschel, Markus Rösler und Reinhold Pix neue Technologien in der Logistikbranche kennen. Mit ihren rund 200 Mitarbeitern beliefert die Firma etwa 500 Naturkostläden mit rund 10 000 Artikeln, ob Bioäpfel vom Bodensee und Passionsfrüchte aus Burundi. Damit zählt Bodan zu den „Top Ten“ der Branche.

„Die Standards für biologische Lebensmittel gibt es längst“, betonen die beiden Geschäftsführer Sascha Damaschun und Dieter Hallerbach. Bei Handel und Logistik fehlten dagegen ökologische Kriterien. Auf zwei Ebenen will Bodan hier weiterkommen. Zum einen sollen Lastwagen künftig mit Biogas gefahren werden, das teilweise aus eigenem organischem Abfall in Kißlegg erzeugt wird. Noch einen Schritt weiter ist Bodan bei der Umrüstung auf alternative Kühlaggregate, die ein auf Kohlendioxid basierendes Kühlmittel verwenden und deren Kühlmaschinen viel geringere Lärmemissionen verursachen. „Das spielt eine wichtige Rolle bei nächtlichen Anlieferungen in Städten“, sagt Dieter Hallerbach. Mit sechs von zehn Fahrzeugen in ganz Deutschland zählt die Firma hier zu den Pionieren.

An ethischen Grundsätzen ist Bodan auch sonst gelegen. So kooperiert der Großhandel mit dem Eierproduzenten Thomas Müller vom Hofgut Brachenreuthe und Ina Günther in Rengoldshausen. Müller produziert mit seinen 2400 Legehennen in zwei mobilen Ställen nicht nur Bio-Eier. Er unterstützt mit insgesamt 4 Cent pro Ei auch die Bruderhahn-Initiative, die sich gegen das Töten der männlichen Küken in der Legehennenzucht wendet. Die Hähne werden mit den finanziellen Zuwendungen durchgefüttert, ihr aufgrund der Zucht qualitativ weniger attraktives Fleisch zu geeigneten Produkten verarbeitet. Noch einen Schritt weiter geht Inga Günther in Rengoldshausen und versucht bei ihrem Projekt „Hänsel & Gretel“ geeignete Hühner für eine Doppelnutzung zu züchten.

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