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Überlingen Großer Auftritt von 150 Show-Talenten

24.01.2012
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Abwechslungsreich, originell und professionell: So lässt sich die „Musicalrevue No. 4“ der Musicalschule Bodensee im Überlinger Kursaal trefflich beschreiben.

Rund 150 Kinder und Jugendliche tanzten, sangen und schauspielerten im ausverkauften Kursaal, dass es eine reine Freude war. Beim Song „Dog days are over“ flogen Kinder als Schmetterlinge über die Bühne und bildeten einen perfekten Kontrast mit den älteren Schülern der Gruppe „Musical Dance“, mit denen sie gemeinsam auftraten. Bei der Nummer „Im klingenden Märchenwald“ entführten große und kleine Ballerinas mit graziösen Bewegungen in eine Zauberwelt, und die Musical-Kids boten mit dem wilden Tanz zu Rihannas „Who's that chick“ einen gelungenen Kontrast. Cool kamen die Hip-Hop-Gruppe und die Party-Kids mit ihren Neonkostümen daher, und die Szene aus der „Rocky Horror Picture Show“ war wahrhaft gruselig.

Atemberaubend waren die Break-Dance-Einlagen: Die Jungs flogen nur so in die Bühne und legten ein enormes akrobatisches Können an den Tag. Ins feurige Spanien entführten die Step-Tänzer mit ihren Einlagen, und der Musicalchor begeisterte mit zwei starken Nummern. Ganz großen Applaus bekamen die Solisten, die teilweise mit ausführlichen Programmen am Samstag, 28. Januar, um 18 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus Nußdorf zu sehen sein werden. Linda Kikaj beeindruckte gleich in der zweiten Nummer mit dem Stück „Farbenspiel des Winds“. Kikaj stellte einen Wolf in einem Käfig dar, ihr Gesang war geschmeidig, voll und ausdrucksstark. Dem stand Zoe Steingass mit „Mama wo bist Du?“ in nichts nach. In ihrem Gesang kam die ganze Verzweiflung der Protagonistin zum Ausdruck, die als Arbeitskraft an eine Familie verkauft wurde.

Die besondere Form des Bühnenbildes verlieh der ganzen Aufführung einen intensiven Charme: Auf die Leinwand wurden Bilder geworfen, die den Charakter des jeweiligen Stücks unterstrichen. Ganz besonders gelungen war das beim Solo von Fabio Kikaj, der vor dem auf die Leinwand gebeamten Universum sang „I'm alone in the universe“. Bei Fabio Kikaj bemerkte der Zuschauer etwas ganz besonderes: Der Junge schien vor Energie zu beben und das schlug sich auch in seiner Stimme nieder, die vor Elan vibrierte. Caroline Ast sang in ihrem Stück sehr ausdrucksstark vom Mobbing und der Suche nach sich selbst, und Deborah Schmidt rührte mit ihrem „Papa can you hear me“ zu Tränen: Die schmale, in schwarz gekleidete Gestalt war enorm authentisch.

Ungemein eingängig war Isabelle Heinrichs mit ihrem Stück: „Mama who bore me“. Und Simone Marschall bekam für ihren Song „Defying Gracity“ aus „Wicked“ tosenden Applaus. Da stimmte einfach alles: Stimmen, Ausdruck, Körper, Kostüm und Licht. Auch Elisabeth Schöpf und Annabel Stöber begeisterten mit dem Stück „Electricity“ und die Modern-Dance-Gruppe brachte mit „Die Schlucht“ eine authentische Nummer auf die Bühne. Sehr gelungene, charmante und originelle Moderationen übernahm die Schauspielgruppe, die sich für jede Nummer einen passenden Sketch ausgedacht hatte, mit dem sie diese ansagte. Und zum krönenden Abschluss bestieg die Leiterin der Musicalschule Bodensee, Jeannette Munere, selbst die Bühne, griff zum Mikro und legte eine Nummer hin, die Musicalschüler und Zuschauer gleichermaßen begeisterte. „So will ich auch mal singen können“, seufzte ein Mädchen im Zuschauerraum entzückt.

Sie haben die Musicalrevue No. 4 zu einem Erfolg gemacht
Musicalrevue im Kursaal
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