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Überlingen Festakt zur Gründung „Stadtwerk am See“

11.10.2012
Überlingen -  Die Fusion der Stadtwerke Überlingen und Friedrichshafen ist vollzogen. Bei einem Festakt im Überlinger Kursaal wurde die Gründung gefeiert. Der neue lokale Energieversorger will Bürger stärker als bislang beteiligen.

Sie unterhielten sich und ließen sich unterhalten beim Festakt zur Gründung des „Stadtwerk am See“ (von links): Landtagsabgeordneter Martin Hahn, Sabine Becker (Oberbürgermeisterin Überlingen) und Andreas Brand (Oberbürgermeister Friedrichshafen).  Bild: Kleinstück

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Holger Kleinstück


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Kräfte bündeln und Maßstäbe setzen bei Ökologie und Bürgerorientierung: Das ist das Ziel des neu gegründeten regionalen Energieversorgers „Stadtwerk am See“. Immer wieder deutlich geworden ist diese Absicht während des vom Kabarettisten Bernd Kohlhepp auf beste Weise umrahmten offiziellen Startschusses im Kursaal.

Es sei eine „intensive und harte Zeit“ gewesen, die aber auch von Vertrauen und Augenhöhe geprägt gewesen sei, „das neue Kind zu gebären“, sagte Oberbürgermeisterin Sabine Becker. Man habe hart gerungen, aber am Ende sei ein gutes Ergebnis erzielt worden, „und das ist das, was letztlich zählt“. Mit den Stadtwerken Überlingen habe man etwas Wertvolles hergegeben, aber man könne noch etwas Größeres und Wertvolleres daraus machen, wenn man sich zusammenschließe in einer Zeit der Stärke und nicht etwa aus einer Situation der Schwäche handele. „Es war der richtige Zeitpunkt“, so Becker.

Friedrichshafens Oberbürgermeister Andreas Brand unterstrich, dass es etwas „unheimlich Spannendes“ gewesen sei, in einer rekordverdächtigen Zeit ein neues Unternehmen aus dem Boden zu stampfen. „Es war ja nicht auf der grünen Wiese, sondern wir haben zwei erfolgreiche Unternehmen mit langer Tradition zu einem neuen zusammengeführt – nicht um unserer Selbstwillen, sondern um besser und stärker zu sein.“ Ökologie und Bürgerbeteiligung seien wichtige Ziele, fügte Becker an. „Ohne die Bürger wird eine Energiewende nicht zu bewältigen sein.“ Man sei offen für weitere Partner, ergänzte Brand. „Andere Kommunen können bei uns Gesellschafter werden und selber entscheiden, wo investiert wird“, sagte er.

Alfred Müllner, Vorsitzender der Geschäftsführung, sagte, man habe vor einem Jahr nicht geglaubt, „heute hier zu stehen, aber wir hatten ein solides Fundament sowie Top-Voraussetzungen“. Man werde seinen Beitrag zur Energiewende leisten, „mit viel oder wenig Windkraft, je nachdem wie es sich in der Region darstellen lässt“. Für die Kunden „wird's besser, denn wir werden unsere Produkte in Richtung Ökologie und Nachhaltigkeit weiter ausbauen“, versprach Klaus Eder, ebenso Geschäftsführer.

Hagnaus Bürgermeister Simon Blümcke sagte, mit der Gründung des Hagnauer Gemeindewerks habe man auch etwas für die Bürger tun wollen, dass man damit überregional für Schlagzeilen gesorgt habe, sei ein positiver Nebeneffekt gewesen. Die Gründung der Gemeindewerke sei für Hagnau ein Infrastrukturschub gewesen. In Bezug auf Bürgerbeteiligung sagte Blümcke, wenn man den Bürger auf Augenhöhe begegne, sei er bereit, sich zu engagieren, „insbesondere wenn es um die eigene Region geht“.

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Stadtwerk am See

Aus den Technischen Werken Friedrichshafen (TWF) und den Stadtwerken Überlingen (SWÜ) wurde im Oktober 2012 das „Stadtwerk am See“. Im Bodenseekreis beziehen nach Unternehmensangaben rund 60.000 Haushalte Strom, Erdgas, Wärme und Trinkwasser bei dem regionalen Energieversorger.

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