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Eine explosive Mischung

09.07.2008
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Ganz schön kess, was sich der Frauenchor der Chorgemeinschaft Überlingen fürs Sommerkonzert ins Programmheft geschrieben hatte. Von Johann Jeep, dem 1644 in Hanau verstorbenen Liedmeister, bis hin zum heute 48-jährigen Filmkomponisten Marc Shaiman eine musikalische Zeitreise anzutreten, das schaffen viele Chöre. Aber wo wird zwischendurch noch Karl Valentin mit Hingabe rezitiert, verblüffende Bodypercussion präsentiert und wer kann obendrein mit so einem virtuosen Begleit-Pianisten wie Jürgen Jakob am Flügel aufwarten?

Vielleicht war es ja gerade diese Mischung, die dafür sorgte, dass der Festsaal im Stadtmuseum trotz einer Fülle an Parallelveranstaltungen bis auf drei einsame Plätzchen ausverkauft war. Wahrscheinlicher ist, dass die Zuhörer weder wegen Jeep, Kopetzki oder gar Karl Valentin gekommen sind, sondern ganz einfach, um diese 25 Frauen bei ihrem Sommerkonzert zu erleben. Und zwar in der Rolle, die ihnen am besten steht: nämlich die der verliebt schwungvollen Rossini- und Bachinterpretinnen. Es ist kein Geheimnis, dass bei Dirigentin Ulrike Köberle ohne Gioaccino Rossini nichts geht, am Samstag huldigte sie dem Meister mit la Carita, la Speranza, la Foi und Canzoni di Nife - schließlich kommt die Dirigentin und Gesangslehrerin aus der Oper. Ebenso bekannt ist ihre Schwäche für Johannes Brahms, die mit Barcarole, der Bräutigam und Minnelied zum Ausdruck kam. D


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Überlingen
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