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18.10.2012  |  0 Kommentare

Überlingen Dorothea Klopscheck übernimmt radiologische Praxis

Überlingen -  Umzug ins Facharztzentrum ist bereits erfolgt

Dorothea Klopscheck mit ihrem neuen Mammografiegerät.  Bild: Bast



Momente wie diese sind der Alptraum einer jeden Frau. Es sind Momente, in denen etwas in einem zerbricht, in denen sich ein schwarzer Abgrund auftut: Diagnose Brustkrebs. Dorothea Klopscheck, Chefärztin der Radiologie am Helios-Spital Überlingen, ist die Frau, die solche Nachrichten überbringen muss. Und die Wert darauf legt, dass das in einem würdigen Rahmen geschieht. „Ich nehme meine Patientinnen in solchen Momenten auch mal in den Arm“, sagt sie.

Aber sie wollte noch mehr tun, um diese schlimmen Stunden zu erleichtern. Nun hat sie die Radiologische Praxis von Harald Rissom übernommen, in der sie zuvor mitgearbeitet hat und ist ins Facharztzentrum umgezogen. In vielen Details zeigt sich, wie sehr sich die Ärztin, die man mit Fug und Recht „Powerfrau“ nennen kann, in ihre Patientinnen hineinversetzt. Zum Beispiel hat sie eine Hintertür einbauen lassen. Durch die können Frauen gehen, wenn sie nach einer schlimmen Diagnose niemanden sehen möchten. Für sie gibt es auch ein eigenes Wartezimmer, weit ab von dem hektischen Treiben im offenen Wartebereich.

Um den Frauen die Angst vor der Mammografie ein wenig zu nehmen, hat Dorothea Klopscheck den Mammografieraum freundlich gestaltet. „Ich wollte nicht, dass es so ein dunkles, beängstigendes Zimmer ist“, sagt sie. „Und die Untersuchung tut auch nicht weh.“ Das Gerät sei hochmodern und der Druck werde sehr behutsam angepasst.

Nicht nur bei ihren Brustkrebspatientinnen ist Klopscheck sensibel. Diese Haltung zieht sich durch die gesamte Radiologie hindurch. Zum Beispiel hat sie ein neues Kernspindtomografiegerät angeschafft, in dem die Patienten Musik hören können. Auch eine CD mit Kinderliedern ist unter den wählbaren Titeln.

Öffnungszeiten? Zwölfeinhalb Stunden am Tag. Und Dorothea Klopscheck ist der einzige Arzt. „Ich will für meine Patienten da sein. Und zwar für alle“, sagt sie. Fährt sie nach der Arbeit nach Hause nach Friedrichshafen, warten dort ihr Mann und ihre beiden Töchter. 16 und 18 sind die Mädchen und sie finden es, erzählt Dorothea Klopscheck, klasse, dass ihre Mama so powert. „Wir sind immer in Action und ein starkes Team.“

Genauso wie Dorothea Klopscheck und ihre 18 Mitarbeiterinnen. „Die brennen genauso wie ich.“ Kein Wunder: Klopscheck legt Wert darauf, dass Mitarbeiterinnen, die Kinder haben, Familie und Beruf vereinbaren können. „Ich selbst hatte es als junge Mutter nicht leicht und wollte es besser machen“, erklärt sie. Dienstpläne werden so gelegt, dass die Mütter dann arbeiten können, wenn der Partner zu Hause ist. Und bei Dienstbesprechungen sind die Kinder willkommen. Das Ergebnis: Eine sehr entspannte Atmosphäre. „Und das reißt die Patienten mit“, sagt Klopscheck. „Ich freu' mich echt so total über diese neue Praxis.“

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