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03.04.2012  |  von  |  0 Kommentare

Überlingen DLRG sucht nach der neuen Welle

Überlingen -  Die Lebensretter haben mit Manuel Kohler einen neuen Vorsitzenden. Der will versuchen, die Mitglieder zu mehr Engagement zu motivieren.

Der neu gewählte Vorstand hofft auf das Engagement seiner Mitglieder und der Eltern.  Bild: Walter



Wie viele Vereine muss auch die Ortsgruppe Überlingen der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) um das Engagement ihrer Mitglieder kämpfen. Dies wurde nicht nur bei der jüngsten Jahresversammlung deutlich, wo der Vorstand bei den anstehenden Neuwahlen nur mit Mühe komplettiert werden konnte. Erstmals konnte im vergangenen Jahr beim Promenadenfest aus Mangel an Helfern kein Verkaufsstand auf die Beine gestellt werden. Umso mehr legen sich die Aktiven ins Zeug, um die Angebote aufrecht zu erhalten und die wichtige Aufgabe wahrzunehmen.

Bei den Vorstandswahlen kürte die Versammlung den bisherigen Kassier Manuel Kohler zum 1. Vorsitzenden und damit zum Nachfolger von Erika Jäger, die aus familiären Gründen kürzer treten will. Kohler dankte der langjährigen Vorsitzenden für das große Engagement. Sie könne im Moment nicht mehr die Zeit aufbringen, die notwendig sei, um einen Verein zu führen, hatte Jäger zuvor deutlich gemacht. Vor allem die Kinder- und Jugendschwimmausbildung finde nach wie vor regen Zulauf, zog Jäger Bilanz. Auch bei der Ausbildung von neuen Rettungsschwimmern sei einiges geleistet worden, sagte sie und dankte allen Trainern.

Eine ganz besondere Ehrung konnte Erika Jäger ebenfalls vornehmen und Ines Klingenstein für 50-Jährige Mitgliedschaft bei der DLRG auszeichnen. „Das ist nicht alltäglich“, betonte die scheidende Vorsitzende und verlieh das Ehrenzeichen in Gold. Wie verbunden Ines Klingenstein mit der DLRG ist, zeigte sich wenig später. Als sich kein Kandidat für Verwaltung der Finanzen im Vorstand fand, übernahm sie Verantwortung und stellte sich zur Wahl. Bei der Wahl der fünf Beisitzer gab es dagegen mehr Kandidaten als Sitze im Vorstand.

Ein Dorn im Auge war dem neuen Vorsitzende Manuel Kohler, dass viele Eltern ihre Kinder gerne zum Schwimmtraining schickten, aber darüber keinerlei Bereitschaft erkennbar sei, im Verein bei Bedarf einmal mitzuhelfen. Aus diesem Grund hatte Kohler schon den Antrag mitgebracht, dass die DLRG-Ortsgruppe diese Eltern künftig zu drei Stunden Arbeitseinsatz verpflichten werden sollten. Als Begründung führte Kohler, dass der Verein seine Arbeit, insbesondere das Schwimmtraining ohne weitere Einnahmequellen nicht aufrecht erhalten könne. Auch an ehrenamtlichen Wachgängern im Westbad fehle es.

Der Vorstoß wurde intensiv diskutiert, am Ende aber dennoch abgelehnt. Die Idee sei zwar gut gemeint, attestierten die Mitglieder dem neuen Vorsitzenden. Doch sei sie wahrscheinlich nicht zielführend lautete der Tenor. „Man kann so etwas nicht erzwingen“, hieß es. Stattdessen möge der Verein mit einem Brief um Unterstützung bitten. Dabei müsse man den Eltern auch die Alternative anbieten, einen finanziellen Obolus beizusteuern.

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