Überlingen - Die Kontinuität im Wandel sieht die Überlinger CDU nach der Neuwahl ihres Vorstands gewahrt. Als Nachfolger von Günter Hornstein kürte die Mitgliederversammlung den bisherigen Stellvertreter Heinrich Besserer. Dass die 35-jährige Susen Bühler aus Bambergen neben Monika Becker als zweite Vorsitzende gewählt wurde, ist ein Indiz für die Verjüngung der Partei.
Sein Rückzug habe keineswegs mit Unstimmigkeiten in der Partei zu tun, unterstrich Günter Hornstein. 20 Jahre habe er im Vorstand mitgearbeitet, die letzten zehn Jahre als Vorsitzender, da sei die Zeit zum Wechsel gekommen. Er stehe dem Vorstand auch gerne mit Rat und Tat zur Seite, sofern dies einmal gewünscht werde. Seine Arbeit im Gemeinderat sei von dem Rückzug nicht berührt.
In seiner Rede setzte Hornstein einige Akzente. Angesichts der bevorstehenden Diskussion um das neue Verkehrsentwicklungskonzept gelte es für die CDU "offensiv" in die Diskussion einzusteigen. Dies gelte auch für den Denkmalschutz in der Altstadt. Verschiedene Themen seien von der Verwaltung in jüngster Zeit nicht so behandelt worden, "wie wir uns das wünschen". Dass versucht werde, in "geheimen Zirkeln Fakten zu schaffen, kann uns nicht gefallen". Bei wichtigen Fragen der Stadt müsse frühzeitig eine Meinungsbildung im Rat voran getrieben werden, erklärte er.
Zwei Punkte griff Hornstein beim Rückblick auf seine Amtszeit besonders heraus. Was den langjährigen Vorsitzenden bis heute mächtig wurmt, ist das Zerwürfnis mit zahlreichen ehemaligen Mitgliedern im Zuge der Abschaffung der unechten Teilortswahl. "Ich bin immer noch unzufrieden, dass das nicht ohne Wunden geklappt hat". Umso mehr hoffe er, dass "die Freunde aus den Teilorten irgendwann wieder den Weg zu uns in die CDU finden".
