Neu gestalteter Kirchenvorplatz ist der erste Baustein desörtlichen Entwicklungskonzepts
Überlingen-Nesselwangen (as) Schöner hätte es Petrus nicht richten können: Zur Einweihung des neu gestalteten Kirchenvorplatzes bescherte er den Nesselwangern strahlenden Sonnenschein. Nicht minder strahlten die Gesichter der Gäste, die zum Einweihungsfest gekommen waren. Mit der Neugestaltung des Kirchenvorplatzes ist der erste Baustein des örtlichen Entwicklungskonzeptes realisiert, das vor sieben Jahren erstellt wurde.
„Dieser Platz ist wunderschön geworden, so schön, dass man eigentlich jeden Tag in die Kirche gehen müsste“, schwärmte Pfarrer Zdenko Joha. Ziel der Neugestaltung des Kirchenvorplatzes war nicht nur, wie Pfarrer Joha sagte, eine Insel der Ruhe zu schaffen, sondern auch – so heißt es im örtlichen Entwicklungskonzept – „die an der Ortsdurchfahrt gelegene Kirche in den optischen Mittelpunkt zu rücken“. Beides sei überaus gut gelungen, meinte Ortsvorsteher Hubert Gut und dankte allen, die sich in der Planungs- und dann in der Ausführungsphase ins Zeug gelegt haben. Zunächst hatte sich eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus dem Ortschaftsrat, dem Pfarrgemeinderat, dem Musikverein und der Feuerwehr ans Werk gemacht, um unter der fachlichen Begleitung des Überlinger Planungsbüros 365 Grad und der Mitwirkung von Thomas Vogler, dem Leiter des städtischen Grünflächenamtes, ein Konzept zu entwerfen. Und dann, so rief Christian Seng vom Büro 365 Grad in Erinnerung, hat das Regierungspräsidium Tübingen erst einmal für Ernüchterung gesorgt, als es eine Bezuschussung aus dem Förderprogramm Ländlicher Raum (ELR) abgelehnt habe.
Das habe dazu geführt, dass man mit dem Rotstift noch einmal über die Planung habe gehen müssen.
Fehlende Mittel haben die Nesselwanger durch Eigenleistungen ausgeglichen. Seng bezifferte sie mit rund 15 000 Euro. Das sind immerhin zehn Prozent der gesamten Investitionssumme von 150 000 Euro, die die Stadt getragen hat, obwohl es sich um kirchliches Gelände handelt. In den nächsten Wochen werden jetzt noch einige Bänke aufgestellt, und im Herbst ist dann noch einmal die Tatkraft der Ortsbevölkerung gefragt, um die Bepflanzung zu vervollständigen.