Sipplingen Zukunft des Gemeindewaldes im Blick – Gemeinderat beschließt Betriebsplan

Der Gemeinderat hat dem zehnjährigen Betriebsplan für den Gemeindewald zugestimmt.

Auf 6,5 Hektar soll der Sipplinger Wald in den kommenden zehn Jahren verjüngt werden. Zudem sollen bis 2026 insgesamt 11 525 Festmeter Holz – 6,4 Erntefestmeter pro Jahr und Hektar – eingeschlagen werden. Das sind die Eckdaten der Forsteinrichtung des Gemeindewaldes für die Jahre 2017 bis 2026.

Wie Forsteinrichter Sebastian Peters vom Regierungspräsidium in der Gemeinderatssitzung erläuterte, handelt es sich bei der Forsteinrichtung um eine mittelfristige naturale Steuerung und Kontrolle von Forstbetrieben, die im öffentlichen Wald alle zehn Jahre vorgenommen wird. Sie beinhaltet die Erfassung des Zustandes der Bäume und Waldflächen, die Kontrolle, wie die zuletzt vereinbarten Maßnahmen umgesetzt wurden, und auf der Grundlage dieser Inventur- und Vollzugsergebnisse die Planung für die nächsten zehn Jahre.

Schutz, Erholung und Holzproduktion

Der gut 180 Hektar große Gemeindewald dient nach Darstellung Peters in den südlichen, schwachwüchsigen Hangbereichen vorrangig der Schutz- und Erholungsfunktion, während die Wälder der oberen, ebeneren und nördlichen Lagen am Sipplinger Berg insbesondere der Holzproduktion dienen.

Hier finden sich zwei Drittel Buchen- und ein Drittel Nadelbaum-Mischwälder. Der Nadelholzanteil beträgt 49 Prozent, sechs Prozent weniger als noch vor zehn Jahren. Der Holzvorrat hat sich nicht verändert, er beläuft sich auf 415 Vorratsfestmeter je Hektar. Peters teilte dem Gemeinderat weiter mit, dass mit 12 000 Erntefestmetern knapp 90 Prozent des geplanten Hiebsatzes eingeschlagen wurden. Sechs Prozent wurden ungeplant, sprich aufgrund von Sturmschäden genutzt. Pro Jahr wurden durchschnittlich 17 000 Euro Überschuss erwirtschaftet.

In den kommenden Jahren sollen so wie bisher rund 1150 Erntefestmeter pro Jahr eingeschlagen werden. Auf 6,5 Hektar wird verjüngt: Die Hälfte davon soll durch natürliche Verjüngung entstehen, auf der anderen Hälfte ist beabsichtigt, insbesondere Nadelbäume wie Fichte, Lärche und Douglasie, aber auch Bergahorn und Erle zu pflanzen. Zudem sind 13 Hektar Jungbestandspflegearbeiten geplant.

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