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Sipplingen Kinderhaus "Kleine Raupe": Außenanlage ist nicht mehr kindgerecht

Der Außenbereich am Kinderhaus "Kleine Raupe" soll modernisiert werden. Darüber sind sich die Gemeinderäte einige. Die geschätzten Kosten von 150 000 Euro sind ihnen allerdings zu viel.

Der vor 23 Jahren konzipierte Außenspielbereich des Kinderhauses „Kleine Raupe“ soll umgestaltet werden, weil er nicht mehr zeitgemäß und nicht den heutigen pädagogischen Erkenntnissen und Bedürfnissen von Kindern zwischen zwei und acht Jahren entspricht. Auch die Spielgeräte sind abgenutzt und nicht mehr kindgerecht. Dass eine Umgestaltung dringend erforderlich ist, darüber ist sich der Gemeinderat einig.

Allerdings sind ihm die vom Planungsbüro Plan Be aus Herdwangen-Schönach vorgestellten Kosten von knapp 150 000 Euro zu hoch. Im diesjährigen Vermögenshaushalt sind lediglich 70 000 Euro vorgesehen. Das Gremium einigte sich, alle Beteiligten nochmals zu einer generellen Kostenreduzierung zu bewegen und gegebenenfalls eine Prioritätenliste aufzustellen. Außerdem soll geprüft werden, ob man das Vorhaben nicht in mehreren Bauabschnitten vornehmen könne. Eine Vergabe der Bauarbeiten soll in einer der kommenden Sitzungen beschlossen werden.

Ganz wichtig ist allen Beteiligten eine neue Erschließung von der Jahnstraße her: ein großer Wunsch der Eltern, um ihre Kinder besser abholen zu können. Bisher ist es erforderlich, dass sie durch den Toilettenraum gehen, sodass die Privatsphäre der Kleinen immer wieder gestört wird. „Eine unglückliche Situation“, hatte Landschaftsarchitekt René Fregin im Gemeinderat gesagt. An vielen Stellen des Kindergartengeländes sei die Unfallgefahr zu hoch, jetzt sei ein Punkt erreicht, dass Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden müssen.

„Wir haben mittlerweile viele Gefahrenquellen und Stolperfallen. Wir müssen das Verletzungsrisiko mindern“, sagte Leiterin Carolin Moll im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Teile des Geländes sollen begradigt werden, um mehr Spielflächen zu erhalten, „um den verschiedenen Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden“. So gebe es derzeit nichts, um zu klettern und zu balancieren. Auch gelte es beispielsweise, eine Treppe zu entfernen, weil die unter zweijährigen Kinder diese nicht bewältigen könnten. Carolin Moll: „Wir wollen den Kindern aufgrund neuer pädagogischer Erkenntnisse verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten bieten.“ Für Gemeinderat Thomas Biller (FW) waren die vorgeschlagenen elf Spielgeräte in einer gut 1000 Quadratmeter großen Gartenfläche zu viel. Er schlug vor, die Umgestaltung in zwei Etappen anzugehen, um Kosten zu sparen. Zweifelsohne sei es unstrittig, etwas zu tun, "denn die Missstände sind da. Aber wir sollten das auf das Nötigste reduzieren“, befand Willi Schirmeister (FW). Ins gleiche Horn blies Clemens Beirer (CDU): "Im Grunde kann ich zustimmen, aber nicht der Summe“, sagte er. Elisabeth Lohrer (CDU) sprach sich dafür aus, die Gefahrenquellen zu entfernen „und dafür vielleicht die ein oder andere Straße ein halbes Jahr später zu sanieren“. Und Patric Geiger (FW) plädierte für eine Prioritätenliste, „ein Strecken auf zwei Jahren wäre nicht das Ei des Kolumbus“.

Kinderhaus

Der Sipplinger Kindergarten, St. Martinstraße 15, wurde 1996 gegründet, seit dem Vorjahr nennt er sich Kinderhaus. Es handelt sich um einen kommunalen Kinderhort mit drei verschiedenen Betreuungsmöglichkeiten für Kindergartenkinder (Regelgruppe, Vormittagsbetreuung, flexible Gruppe) und zwei für Schulkinder (verlässliche Grundschule, flexible Grundschulbetreuung). 65 Kinder können betreut werden. Das Kind steht dabei im Mittelpunkt. Die Erzieherinnen sehen es von Geburt an als eigenständige Person. Leiterin ist Carolin Moll. Informationen unter Telefon 0 75 51/10 96.

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