Sipplingen Kein Verständnis für meckernde Urlauber
11.09.2009
Sipplingen (shn) In der Samstagsausgabe des SÜDKURIERS vom 5. September hat sich Familie Beutelsbacher aus Stuttgart, die in Sipplingen ihren Urlaub verbrachte, über das Dorffest beschwert. Auf den Artikel „Lärm beim Sipplinger Dorffest ruiniert ruhige Urlaubstage“ reagieren nun Bürger aus dem Ort mit einem Schreiben an die Redaktion. Darin heißt es unter anderem: „Seit 31 Jahren wird das Dorffest in Sipplingen gefeiert. Wie auch der SÜDKURIER in seinem Artikel vom 17. August berichtete, erfreuten sich auch in diesem Jahr zahlreiche Feriengäste und Einheimische an diesem Fest.“ Unverständnis äußern die Bürger darüber, an was sich Familie Beutelsbacher aus Stuttgart gestört hat. „Bestimmt gibt es in Sipplingen einige Straßen, die eine Erneuerung nötig hatten, jedoch gehört auch der Pflasterbelag in der Dorfmitte zum malerischen Ortskern. Uns, die wir in Sipplingen leben, hat dieser Belag noch nie gestört. Außerdem leisten unsere Mitarbeiter vom Bauhof das ganze Jahr hervorragende Arbeit.“ Die Sipplinger sind der Meinung, dass es ist nicht die Aufgabe eines Kurzurlaubers, die Arbeiten der Bauhofangestellten zu beurteilen beziehungsweise einzuteilen.
Eine Frechheit sei es, von Körperverletzung zu sprechen, wenn es um die Musikkapellen geht, die bei diesem Fest aufgetreten sind. Familie Beutelsbacher hatte dazugeschrieben: „Was am Samstagabend geboten wurde, grenzt an Körperverletzung. Stundenlang wummerten voll aufgedrehte Bässe über den Marktplatz“, lautet die Beschwerde.
„Die Tanzbühne war den ganzen Abend voll mit tanzenden Feriengästen, die sich an diesem Fest erfreuen. Und auch am Sonntag spielte die Kapelle etwas länger, aber nur weil die zahlreichen Besucher Zugaben forderten“, argumentieren dagegen die Bürger.
Zu dem Vorwurf es gebe in Sipplingen keine Dorf Aufsicht und Kontrollen gibt, heißt es in dem Schreiben an die Redaktion: „Es entspricht nicht der Wahrheit, dass 13-Jährige am Bierstand mit Alkohol versorgt worden sind. Ihre Sorge, Familie Beutelsbacher, dass bei einem Notfall kein Rettungsfahrzeug eine Chance hat, durchzukommen, können wir nicht nachvollziehen. Drei Zufahrtswege führen direkt zum Festplatz, und dieser ist sehr überschaubar.“

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