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Sipplingen Gäste bleiben wieder länger

16.02.2011


Sipplingen – Die Übernachtungszahlen in der Gemeinde Sipplingen sind im Vorjahr gegenüber 2009 um sieben Prozent von 43 053 auf 46 140 gestiegen. „Wir hatten die seit Jahren besten Zahlen“, sagte Julia Ott, Leiterin der Tourist-Information, während der Jahresversammlung des Touristikfördervereins (TFV) im Hotel-Restaurant „Krone“.

Die gemeldeten Ankünfte sind dagegen um zwei Prozent von 9634 auf 9473 gefallen. Ott gewann dieser Tatsache allerdings etwas Positives ab: „Das Minus zeigt, dass die durchschnittliche Aufenthaltsdauer gestiegen ist: von 4,5 Tagen im Jahre 2009 auf jetzt 4,9 Tage. Das freut mich sehr.“

Julia Ott warnte aber im gleichen Atemzug, „jetzt nicht stehen zu bleiben.“ Insbesondere gelte es, die Vor- und Nachsaison zu beleben. In die gleiche Kerbe schlug Bürgermeister Anselm Neher. Es sei von Relevanz, den Tourismus vor Ort „richtig rüberzubringen“. Neher: „Es ist wichtig, ein einheitliches und gutes Bild nach außen abzugeben.“ Wenn das gelinge, könnten die Übernachtungszahlen noch weiter gesteigert werden.

Aus diesem Grund hat sich die Tourist-Information im Vorjahr nicht nur an vielen Veranstaltungen und Messen, wie der CMT Stuttgart und der BIT in Mailand, beteiligt, sondern auch verstärkt Anzeigen geschaltet. „Wir wollen noch mehr Gäste ansprechen, um höhere Übernachtungszahlen zu erreichen“, verdeutlichte Ott. Die Kapazität dazu ist nach ihren Worten in der Gemeinde vorhanden. 87 Gastgeber haben im Vorjahr 522 Betten gemeldet. Davon waren das Jahr über gesehen nur 40 Prozent ausgelastet. Julia Ott rechnete hier mit einer Saison von 210 Tagen. Im August, in dem mit 11 466 die meisten Übernachtungen registriert worden waren, lag die Auslastung bei 71 Prozent. Die Tourismuschefin bat in diesem Zusammenhang die anwesenden Vermieter um die rechtzeitige und ordnungsgemäße Rückgabe ausgefüllter Meldescheine. „Das hilft uns allen weiter“, sagte sie.

Dass das Team um Julia Ott, das in diesem Jahr um neue Mitarbeiter ergänzt wird, weil Ruth Bonauer in den Vorruhestand geht und Anna Ehrat ihre Ausbildung beendet, viel vor hat, ließ sich den weiteren Ausführungen der Tourismusexpertin entnehmen. So sind zu Pfingstmontag zwei Rundfahrten mit der historischen Hohentwiel beabsichtigt. Dank des TFV wurde im Vorjahr Geo-Caching ins Programm genommen, bei dem die Gäste mittels eines GPS-Gerätes auf moderne Schatzsuche gehen können. In diesem Jahr ist eine zusätzliche Geocach-Ortsrallye geplant. Außerdem soll es eine themenbezogene Schauspielführung geben und in der Bodenseewasserversorgung ist die Aufstellung einer Infostellwand projektiert. Eine durch den TFV finanzierte Anzeige erscheint nach Worten Otts im Pocketguide „Bodensee Wandern“, um eine wesentliche Zielgruppe der Gemeinde verstärkt anzusprechen.

Die Touristikerin befasste sich auch mit den im Trend liegenden elektrisch betriebenen Fahrrädern. Aus diesem Grund planten die Kommunen am deutschen Bodenseeufer ein Netz an Verleih- und Akkuwechselstationen für E-Bikes. Hier sei die Zusammenarbeit mit dem Dienstleister „Movelo“ und weiteren touristischen Leistungsträgern geplant, gab Ott abschließend bekannt.

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