Sipplingen 31 000 Euro für sieben Kleindenkmäler

In Sipplingen sind die Arbeiten an Feldkreuzen und einer Holzstatue beendet. Seit 2008 hatten die Bürger für diese Restaurierungsarbeiten über 23 000 Euro gespendet. Initiiert wurden die Arbeiten von den Sipplinger Bürgern Klaus Burghart, Erich Jedersberger junior und Franz Widenhorn.

Sipplingen – „Es ist eine Erfolgsgeschichte von Anfang bis Ende.“ Voller Lob ist Bürgermeister Anselm Neher über die erfolgreich abgeschlossene Restaurierung der Feldkreuze und des heiligen Nepomuks gewesen. Zuständig waren dafür die Sipplinger Klaus Burghart, Erich Jedersberger junior und Franz Widenhorn. Rund 31 000 Euro hat die Instandsetzung der sieben Denkmäler gekostet, das Landesdenkmalamt bezuschusste die Aktion mit 12 500 Euro. Durch 116 Einzelspenden kamen 23 351,76 Euro zusammen, weshalb man derzeit über Restmittel von 4887,76 Euro verfügt. „Die Restaurierung ist aber ein Dauerbrenner“, sagte Widenhorn während der Gemeinderatssitzung, „ein permanenter Prozess“, wie Jedersberger ergänzte.

Nach Darstellung von Widenhorn wurde in den Jahren 2006 bis 2008 das erste Feldkreuz in der Schulstraße bei Theo Beurer restauriert. Josef Anton Widenhorn, Vater von Franz, hatte es nach seiner Heimkehr aus dem Zweiten Weltkrieg gestiftet. Eingeweiht wurde es nach der Restaurierung im Sommer 2008. Für die anderen Kreuze hatten sich die drei Organisatoren zusammengetan, um Wege zu finden, wie diese Kleindenkmäler erhalten werden könnten. Sie entschlossen sich zu einer Spendenaktion, die auf sehr gute Resonanz stieß. „Den Sipplingern ist bewusst, welch kleine, aber feine Kulturschätze wir hier in unserem liebenswerten Ort haben“, sagte Widenhorn. Die Arbeiten mussten mit dem Denkmalamt abgestimmt werden, die beantragten Zuschüsse wurden bewilligt. Widenhorn erinnerte: „Somit war gesichert, dass die erforderlichen Gelder vorhanden waren und die Aufträge vergeben werden konnten.“

Als erstes wurden die Kreuze "Am Häslerain" und das "Im Gehren" saniert. Sie wurden im September 2014 feierlich eingeweiht, im Beisein vieler Bürger und mit den Pfarrer Zdenko Joha und Matthias Sehmsdorf. Anschließend waren die Holzstatue des Nepomuks in der Klosterstraße, dann das Siechenkreuz und ganz zum Schluss das Sternenkreuz an der Reihe, dessen Renovierung zum Karfreitag dieses Jahres abgeschlossen werden konnte.

Damit die Kreuze in einigen Jahren nicht erneut vor dem Verfall stehen, hat sich die Kolpingsfamilie Sipplingen bereit erklärt, künftig die Überprüfungen vorzunehmen, sodass nicht wieder solch umfangreiche Sanierungsarbeiten erforderlich werden. „Die Finanzierung muss dann neu überdacht und geklärt werden“, sagte Widenhorn. Ein erster Puffer aus den eingegangenen Spenden sei aber noch vorhanden. Sein Dank galt allen, die zur Renovierung beigetragen hatten. „Mögen unsere christlichen Kleindenkmale unserer Gemeinde und den Bürger viel Segen bringen“, hoffte Franz Widenhorn, begleitet vom Applaus der Ratsmitglieder und vieler Bürger. Lob gab es von Gemeinderätin Elisabeth Lohrer (CDU): „Das ist wirklich hochkarätige Arbeit, in der viel Herzblut steckt. Chapeau!“

Die Denkmäler

Auf der Sipplinger Gemarkung stehen acht Feldkreuze. Sechs von ihnen sind Holzkreuze: am Siechenberg, im Gehren, in der Schulstraße, am Häslerain, beim Gasthof Sternen sowie "Im Horn" am Ende des Parkplatzes West, gestiftet von der Wandervereinigung. Das Steinkreuz "Im Spitzacker" steht am östlichen Dorfende an der alten Bundesstraße 31, ein Metallkreuz "Im Brandsacker" an der westlichen Gemarkungsgrenze neben der B 31. Die alten Holzfeldkreuze waren alle stark sanierungsbedürftig; ohne eine Restaurierung wären die unter Denkmalschutz stehenden Kreuze in wenigen Jahren vom Verfall bedroht gewesen. 2008 wurde eine Spendenaktion gestartet, die immer noch läuft. Durch sie haben die Organisatoren von den Sipplinger Bürgern einen Großteil der erforderlichen Mittel für die Restaurierung erhalten. (hk)

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