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Salem „Welle der Hilfsbereitschaft“

Lucas Tylla bekommt Stammzellen des Vaters, Transplantation am 26. Mai in Uni-Klinik Ulm.

Damals waren die Hoffnungen noch groß, als die Typisierungsaktion für den kleinen Lucas in Salem in die Wege geleitet wurde. Lucas' Eltern, Christof und Ulrike Tylla, mit Lucas' Onkel Matthias Kaczmarek (rechts), der die Typisierungsaktion initiiert hat.
Damals waren die Hoffnungen noch groß, als die Typisierungsaktion für den kleinen Lucas in Salem in die Wege geleitet wurde. Lucas' Eltern, Christof und Ulrike Tylla, mit Lucas' Onkel Matthias Kaczmarek (rechts), der die Typisierungsaktion initiiert hat. | Bild: Bild: Schober

Salem – Gestern hat sich der zweieinhalbjährige Lucas Tylla aus Salem-Mimmenhausen, der im März vergangenen Jahres an Leukämie erkrankt ist, für die nächste Zeit von Zuhause verabschiedet. Die nächsten Monate wird er in der Uni-Klinik in Ulm verbringen. Dort werden ihm am 26. Mai Stammzellen seines Vaters übertagen. Seine Eltern hoffen, dass ihr Kind dann gesund wieder zurückkommt.

An dieser Stelle möchten sie sich einmal bei allen bedanken, die sie unterstützt haben, als es darum ging, für ihr todkrankes Kind einen geeigneten Stammzellenspender zu finden.

Unter den 14 Millionen Menschen, die weltweit in den Knochenmarkspenderdateien registriert sind, hatte sich keiner gefunden, dessen Gewebemerkmale mit denen des kleinen Lucas übereinstimmen. Daraufhin hatte die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) auf Initiative von Lucas' Onkel, Matthias Kaczmarek, in Salem zu einer Typisierungsaktion aufgerufen. Es wurde die größte Typisierungsaktion daraus, die es jemals in Deutschland gegeben hat. Weit über 8000 Menschen aus Salem und der weiteren Umgebung haben ihr Blut daraufhin untersuchen lassen, ob sie als Stammzellspender für den kleinen Lucas in Frage kommen.

„Wir haben eine unglaubliche Welle der Hilfsbereitschaft erfahren“, sagen Lucas' Eltern, Ulrike und Christof Tylla, und möchten sich bei allen bedanken, die für die Typisierungsaktion die Werbetrommel gerührt haben oder für deren Finanzierung gespendet haben. Rund 400 000 Euro sind zusammengekommen. Christof und Ulrike Tylla möchten bei ihrem Dank niemanden hervorheben: „Jedem, der sich engagiert hat, sind wir sehr verbunden. Denjenigen, die über den Bodenseekreis hinaus die Flyer zur Beteiligung an der Typisierungsaktion verteilt haben genauso wie jenem Opa aus Überlingen, der mit seinen Enkeln kürzlich noch Maiglöckchensträußchen in der Stadt verkauft und die dabei eingenommenen 44 Euro gespendet hat.“ Aber auch jenen, die ihnen durch aufmunternde und tröstende Worte den Rücken gestärkt haben, sind Lucas' Eltern dankbar.

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