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23.05.2012  |  0 Kommentare

Salem Unternehmungslust kennt keine Grenzen

Salem -  Stipendiaten berichten in der Schlossschule von ihren Erfahrungen im europäischen Ausland

Die 1956 von der Spetzgarter Studienleiterin der Schule Schloss Salem, Marina Ewald, gegründete Stiftung für Studienreisen schickte im vergangenen Jahr 51 Stipendiaten auf Erkundungsreise.  Bild: AS



Spannende Geschichten hatten die Stipendiaten der Stiftung für Studienreisen (ZIS) im „Wohnzimmer“ der Schlossschule Salem zu erzählen. Mit lediglich 600 Euro ausgestattet, waren die 51 Stipendiaten aus ganz Deutschland nach ihrem Abitur in nahezu alle europäischen Staaten ausgeströmt, um ein von ihnen selbst ausgewähltes Thema zu recherchieren und zu durchleuchten. Ihre Ideenvielfalt und ihre Unternehmungslust kannten keine Grenzen.

Frankreich, Italien, Dänemark, Georgien, Litauen und viele andere Länder hatten die ZIS-Stipendiaten im vergangenen Jahr auf ihrem Tableau. So vielfältig wie die Länder, die sie bereisten, so breit war das Spektrum der Themen, die sie auf ihren rund vierwöchigen Trips mit lediglich 600 Euro in der Tasche unter die Lupe nahmen. Mal ging es um ökonomische Themen wie dem Tourismus in der Nebensaison in Südfrankreich, mal um Kulturelles wie um die überlieferte Volksmusik in Albanien. Der eine Stipendiat knöpfte sich den Bereich Sport vor und untersuchte, wie es die Schweden mit körperlicher Fitness halten, der andere ging in der Schweiz der Philosophie der dortigen Physiker nach. Dann waren wieder Themen darunter, die nicht unbedingt einer fachlichen Kategorie zugeordnet werden können und auf die man überhaupt erst einmal kommen muss wie beispielsweise das Thema „Wie hat sich in der Ära Berlusconi das Bewusstsein der italienischen Frau und der Wertewandel im Allgemeinen verändert?“

Während der Bericht dieses Stipendiaten an der einen oder anderen Stelle für süffisantes Schmunzeln sorgte, machte sich im Saal Nachdenklichkeit breit, als eine junge Stipendiatin die „Welten“ verglich und von einer Begegnung mit einer Frau im Kosovo erzählte, die das bisschen Geld für eine Sozialwohnung nicht aufbringen kann, „während es bei uns Leute gibt, die sich schnell mal für ein paar hundert Euro Schuhe kaufen, nur um ihre Laune aufzupeppen“. „Solch eine Reise beschert persönlichen Reichtum, den man nicht erwerben, sondern nur erleben kann“, meinte Brigitte Mergentaler-Walter, die kommissarische Leiterin der Schlossschule.

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