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Salem Unternehmen spendet Massivholzmöbel für Bedürftige

Möbel im Verkaufswert von über 70 000 Euro hat das Unternehmen Eastwest mit Sitz in Salem-Beuren an das Diakonische Werk in Überlingen gespendet. Die Möbel warten jetzt auf neue Besitzer: Hartz-IV-Empfänger, Flüchtlinge und andere Bedürftige.

Eastwest ist der Name einer Handelsgesellschaft mit Sitz in Salem-Beuren, die vor allem mit Pflanz kübeln handeln („aus Deutschland, Italien und Vietnam“), bisher auch mit Möbeln. Doch die Geschäftsführer Linh Pham-Hack und Stephan Hack konzentrieren sich jetzt ganz auf das boomende Geschäft mit Garten-Zubehör. „Den Möbelhandel lösen wir komplett auf; das ist ein äußerst schwieriges Geschäft“, begründet Hack diesen Schritt. „Im Online-Handel für Pflanzkübel sind wir die Nummer Eins in Deutschland und Österreich.“ Seine Frau Linh ergänzt: „Wir führen ja nicht nur die Kübel, sondern auch Gartengeräte und Deko-Artikel für den Garten.“

Vor allem in der Hochsaison von März bis Juli „brummt das Geschäft“, wie der Betriebsleiter von Schenker in Immenstaad weiß, der für das Unternehmen Eastwest die gesamte Logistik „vom Wareneingang über die Lagerung bis zur Auslieferung an den Endverbraucher“ abwickelt. „Wir brauchen zeitweise bis zu zwölf Mitarbeiter, um alle Aufträge zu bearbeiten.“ Denn die Ware soll einen Tag nach der Bestellung beim Kunden sein.

Da waren die weniger lukrativen Möbel letztlich nur im Weg. „Was tun? Wir hätten die auf der Rampe für ein paar Euro das Stück verkaufen können“, meint Hack. Doch dafür waren sie ihm zu schade. „Unsere Tische, Stühle, Bänke und Polstersessel sind alle aus Massivholz. Aber wir haben immer schon eine soziale Ader.“ Kurz entschlossen rief er beim Landratsamt an, wo ihm die Adresse des Diakonischen Werks in Überlingen vermittelt wurde. Dessen Leiter Udo Pursche war begeistert und ließ von seinen Pfullendorfer Mitarbeitern umgehend ein Lager anmieten. „Das geht bei uns einfacher als am See“, weiß Gerhard Hoffmann. „Als ich ihn kurz darauf anrief, er könne die Möbel vorbeibringen, meinte er, die müsse ich selber holen.“

Und so steht er mit einem 7,5-Tonner und seinem Helfer Isam Oda vor dem Lager. Mehr als 30 voll bepackte Paletten mit Möbeln im Verkaufswert von über 70 000 Euro warten auf ihre neuen Besitzer: Flüchtlinge, Hartz-IV-Empfänger und andere Bedürftige.

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