Bauamtsleiter Manfred Meschenmoser stellt dem Gemeinderat in seiner Sitzung energiesparende Leuchten vor
Die Gemeinde steigt bei ihrer Straßenbeleuchtung ins LED (Light Emitting Diode)-Zeitalter ein. Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung, zunächst einmal einige Ortsdurchfahrtsstraßen mit diesen energiesparenden Lampen zu bestücken.
Für die Beleuchtung der öffentlichen Straßen, Wege und Plätze sind im Salemer Gemeindegebiet 1404 Leuchten installiert. Dabei handelt es sich nicht nur um unterschiedliche Leuchtentypen, sondern auch um unterschiedliche Leuchtmittel. Die neueren Straßenleuchten sind mit Natriumdampflampen ausgestattet, die älteren mit Quecksilberdampflampen. Der Anteil dieser bis zu 30 Jahre alten Quecksilberlampen macht 66 Prozent (937 Stück) aus.
Nach geltendem EU-Recht dürfen Quecksilberlampen aus Umweltschutzgründen zwar noch verwendet, aber ab 2015 nicht mehr vertrieben werden. „Von diesem Zeitpunkt ab ist also keine Ersatzbeschaffung mehr möglich“, klärte Bauamtsleiter Manfred Meschenmoser die Gemeinderäte auf. Es sei daher ratsam, rechtzeitig auf eine andere Technik umzustellen. Dafür biete sich die LED-Technik an, die im Vergleich zu allen anderen Leuchtmitteln wesentlich energieeffizienter und dementsprechend umweltschonender und sparsamer seien.
Zunächst werden die klassifizierten Ortsdurchfahrten mit LED-Leuchten bestückt: in Stefansfeld die Deggenhauser, die Heiligenberger, die Neufracher, die Schloss- und die Bodenseestraße, in Mimmenhausen die Bodensee-, die Bahnhof- und die Grasbeurer Straße, in Neufrach die Markdorfer und die Weildorfer Straße und in Buggensegel die Bugo- und die Valchinsteinstraße.
40 Prozent werden erstattet Insgesamt werden für diese Straßen 133 Leuchten benötigt. Schon vor geraumer Zeit hat die Verwaltung beim Bundesumweltministerium, das ein Förderprogramm für die Umstellung auf LED-Technik aufgelegt hat, einen Zuschussantrag in Höhe der zu erwartenden Kosten für die 133 LED-Leuchten gestellt und bewilligt bekommen. 40 Prozent – das sind 43 500 Euro von rund 109 000 Euro – bekommt die Gemeinde erstattet.
Vier verschiedene Leuchten von unterschiedlichen Herstellern (Philipps, Schrèder Claro, SLT-Lichtsysteme und Sileco) hatte Bauamtsleiter Meschenmoser dem Gemeinderat zur Auswahl vorgelegt. Deren Listenpreise bewegen sich zwischen 470 und 705 Euro. Nach Rücksprache mit verschiedenen Fachleuten empfahl Meschenmoser die Sileco-Leuchte.
Einstimmig beschloss der Gemeinderat, diese Leuchte auszuschreiben. Für die 133 Leuchten errechnete die Verwaltung eine jährliche Stromersparnis von 43 000 Kilowattstunden jährlich. Das entspricht 65 Prozent. Bei einem aktuellen Strompreis von 20,57 Cent pro Kilowattstunde lassen sich so jährlich 8854 Euro sparen.