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Salem Störche am Affenberg sind zurück

Wer in diesen Tagen mit dem Auto mit offenem Fenster oder dem Fahrrad am Salemer Affenberg vorbeifährt, erlebt ein wahres Klapperkonzert. Das liegt ganz einfach daran, dass die meisten Störche schon wieder aus dem Winterquartier zurückgekehrt sind.

Die Horste rund um den Affenberg sind bereits wieder mit Störchen besetzt, auch unter den Nestern in den umliegenden Gemeinden gibt es so gut wie keine freien Plätze mehr. Genau diese Eigenschaft sorgt dafür, dass man momentan teilweise spektakuläre Kämpfe um einen Horst erleben kann – begleitet von einem unüberhörbaren Geklapper.

„Die ersten Störche kamen bereits um den 10. Februar wieder zurück“, berichtet Roland Hilgartner, Parkdirektor des Affenberg Salem. „Vor knapp zwei Wochen fing es dann an, dass sehr viele Tiere zurückkamen und sich die Horste bei uns schnell füllten.“ Es sei momentan eine ganz spannende Zeit, denn es gebe auf den Dächern sehr viel zu sehen und vor allem zu hören.

Auch wenn scheinbar alle Nistplätze belegt sind, ein Mangel daran gebe es nich, so Hilgartner. Die Störche seien sehr flexibel und können auch auf Bäumen oder Dachgiebeln selbst ohne Nistplattform ihren Horst errichten. „Wir stellen in den fest, dass momentan viele Störche auf den Müllhalden in Spanien überwintern“, berichtet der Parkdirektor. „Dort finden sie genug zu fressen und müssen somit nicht mehr so weit fliegen.“ Vor allem falle die gefährliche Strecke über das Mittelmeer und in Afrika weg. Dadurch wird die Gefahr für die Störche, beim Zug in den Süden zu sterben, reduziert.

Auf den umliegenden Feldern um den Affenberg Salem sieht man seit zwei Wochen wieder zahlreiche majestätische Störche umherstolzieren.
Auf den umliegenden Feldern um den Affenberg Salem sieht man seit zwei Wochen wieder zahlreiche majestätische Störche umherstolzieren. | Bild: Reiner Jäckle

„Die Rückflugquote von Jungstörchen, die erst nach drei bis fünf Jahren wieder zurückkommen, hat sich dadurch möglicherweise erhöht, ist aber immer noch auf einem recht niedrigen Niveau “, betont Roland Hilgartner. „Die neuen Rückkehrer müssen sich meistens erst einmal einen Nistplatz suchen, denn die etablierten Paare überlassen den Neuen nicht freiwillig ihren bewährten Horst.“

Hinzu kommt, dass die Paare nicht miteinander fliegen. So kann es sein, dass ein Partner früher da ist und auf den anderen wartet. So lange besetzt der Erstankömmling den Horst. Wenn der Partner bis einige Tage später nicht auftaucht, beginnt die Suche nach einem neuen Partner. Dann kann es zu heftigen Auseinandersetzungen kommen, wenn der angestammte Partner doch noch auftaucht.

Wer das Storchen-Spektakel einmal hautnah erleben möchte, sollte in den nächsten Tagen einmal zum Affenberg Salem fahren. Vom Parkplatz aus sind die majestätischen Segler und Klapper-Experten gut zu beobachten. Ab dem 18. März hat der Affenberg Salem dann auch wieder geöffnet und ein Besuch bei den Berberaffen ist ebenfalls möglich.

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