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Salem Schloss durch die Fotolinse gesehen

Ausstellung der Freien Kunstakademie Überlingen in Schloss Salem (von links): Sibylle Werkmeister (Leiterin), Gitta Marquardt-Baladurage, Gabriele Ott, Carl-Thomas Hauser, Sigrun Janiel (Dozentin), Dijana Miklos, Isabel Meyer und Carola Stanforth.
Ausstellung der Freien Kunstakademie Überlingen in Schloss Salem (von links): Sibylle Werkmeister (Leiterin), Gitta Marquardt-Baladurage, Gabriele Ott, Carl-Thomas Hauser, Sigrun Janiel (Dozentin), Dijana Miklos, Isabel Meyer und Carola Stanforth. | Bild: Wieland

„Salem sensibel“ – nannte die Leiterin der Freien Kunstakademie Überlingen, Sibylle Werkmeister, die Ausstellung „Fotografie“ der Fotoklasse ihrer Akademie im „Neuen Museum“ in Schloss Salem. Am Freitagabend fand mit interessiertem Publikum, darunter Überlingens Kulturamtsleiter Michael Brunner, die Vernissage statt. Acht Mitglieder dieser Klasse vermitteln mit ihren in Fotografien eine im Detail außergewöhnliche künstlerische Sicht von Schloss Salem. Dozentin Sigrun Janiel hatte die Projektidee „Schloss Salem.“ Mit ihrer Fotolinse in der Analog- wie Digital-Kamera setzten sich die acht mit ihrem Projekt auseinander – dem unteren Teil eines Baumstammes und der Prälaturwand-Ecke, den rotbackigen Äpfeln am Baum vor dem Barockschnörkel am Schlossgiebel, dem durchs Schlossareal führenden Kanal im Winter, dem „Stillen Moment“ im Münster mit dem Ewigen Licht, zwei Fensterläden mit dazwischen einem Spalierobstbäumchen mit Haupt- und zwei Seitenästen wie ein Kreuz oder die zehn Türenbilder. Eine Bildsprache zum Staunen, Nachdenken und Interpretieren.

Birgit Rückert, Salemer Leiterin von „Staatliche Schlösser und Gärten“, drückte ihre staunende Freude so aus: „Diese Ecke kenne selbst ich nicht, man muss schon genau hinsehen.“ Es sei insgesamt „sehr schwierig, Schloss Salem in einem einzigen Bild als ganzes Ensemble darzustellen.“

Sibylle Werkmeister, Leiterin der Freien Kunstakademie Überlingen, lobte Dozentin Sigrun Janiel. Die Fotografie kam in der Akademie später dazu und hat sich gut etabliert. Sigrun Janiel dankte eingangs Daniel Lucadello und Sabine Metzger sowie den Musikern Claudio Sperling und Frank Waldvogel für ihre Mithilfe. Viele Fragen gebe es ums fotografische Bild: Der Amateur sei auf die Ausrüstung, der Profi aufs Geld und der Meister aufs Licht fokussiert. „Fotografie ist nichts für Unentschlossene.“ Dem scheine zu widersprechen, dass pro Monat in Deutschland 2,4 Milliarden Digitalfotos „geschossen“ werden. Die Foto-Spezialistin betonte: „Ein gutes Bild zeigt die Entschlossenheit, im richtigen Moment das Richtige zu sehen – mit Verstand, Auge und Herz.“ Qualität gehe vor Quantität, Sigrun Janiel wolle mit ihrer Fotografie entschleunigen. Isabel Meyer und Carola Stanforth erläuterten ihre Präsentation, darunter unterschiedliche Türen sowie Pergamentbahnen-Fotos als Rauminstallation: „Ich sehe was, was du nicht siehst“ – der Betrachter kann zur Fotografen-Sicht seine eigene hinzusetzen.

Theo Wieland

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