Salem -
Es ist beliebter denn je: Über das Wochenende zog das Schlossseefest wieder tausende Besucher an. Vielfältiges Angebot, Klangfeuerwerk und vor allem die perfekte Organisation begeisterten.
Familienfreundlich war das Programm; hier wurden die musikalischen „Newcomer“ bejubelt.
Bild: Keutner
Leckere Hähnchen gehören traditionelle zu den Spezialitäten des Salemer Schlossseefestes – aber selbst Veganer finden ein Angebot.
Blumenmädchen hatten charmant die Musikvereine zur Hauptbühne geleitet.
Die „Isartaler Hexen“ verzauberten mit ihrer Musik und Schau drei Generationen. Bevor sie auf die Bühne gingen, hatten SÜDKURIER-Leser Gelegenheit, sie zu treffen (siehe unten).
Das Klangfeuerwerk sucht seinesgleichen in der Region.
Es ist die Mixtur, die dem Schlossseefest Salem zum Dauererfolg und zu jährlich Tausenden von Besu-chern verhilft: Die Open-Air-Atmosphäre im lauschigen Ambiente des Seeareals, Musik für jedes Ohr, Kulinarisches für Veganer, Süßmäuler und Steakfreunde, das in der Region einzigartige Kunstklangfeuerwerk, der Rummel und jede Menge Unterhaltung und Aktionen. Beim Konzept setzen die Macher, die fünf professionell agierenden Salemer Musikvereine, auf Bewährtes, führen aber immer wieder Neues ein.
So ging auch dieses Jahr der Plan wieder auf, der Region etwas Besonderes zu bieten. Da machte sogar das Wetter mit: Während sich am Freitag die Besucher den Schweiß von der Stirn wischen mussten, hieß es am Samstagabend Bänke nach einer Stunde Regen abtrocknen. Und auch am Sonntag wurde es erst frühnachmittags nass. Die gute Laune beeinträchtigte das jedoch nicht. Blaskapellen und Oldieband verlockten beim Auftakt des Festes zum Mitwippen und -singen. Laune machte die Zumba Dance Performance mit Flashmob zu temperamentvollen brasilianischen Rhythmen, bei dem hunderte Zuschauer mitgerissen wurden; Aerobic Hiphop und (Garde)tanz komplettierten die fetzige Unterhaltung.
Musik ohne Unterbrechung war am Samstag garantiert: Zum Geheimtipp hat sich die Newcomerbühne entwickelt, auf der witzig modifizierte Blasmusik, einschmeichelnde Gitarrenklänge und mitreißender Rock-Pop geboten wurde. Mit Spannung erwartet und bejubelt wurden die „Isartaler Hexen“. Acht bayrische Vollblutmusikerinnen spielten und sangen Oldies, Schunkellieder, Twist, Rock 'n' Roll und Schlager. Hier tanzten drei Generationen auf der Bühne, nachdem Helfer im Dauerlauf die Regenlachen mit Besen über die Kanten geschoben hatten – einer der vielen Beweise für die optimale Organisation.
Die Organisation besticht aber nicht nur im Großen. Viele Details fielen insbesondere Erstbesuchern auf. Das fing an mit der lächelnden Einweisung zum – beleuchteten! – Parkplatz, geht weiter über das freundliche Willkommen an der Kasse oder nette Hinweise („es dauert noch ein bisschen“) der oft im Dauerstress agierenden Helfer, die im Akkord Gläser spülten oder Würstchen brutzelten, und die familienfreundlichen Preise. Das alles wirkte sich positiv auf die Besucher auf, die weder pöbelten, noch gereizt reagierten, wenn sie versehentlich mal angestoßen wurden.
Die Polizei vermeldet einen einzigen Zwischenfall. In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde gegen 2.10 Uhr ein 38-jähriger Mann auf dem Nachhauseweg vom Schlossseefest in der Grenzstraße von mehreren bislang unbekannten Personen zu Boden geschlagen. Die Ermittlungen dauern an. Außerdem griff die Security einen betrunkenen 13-jährigen auf dem Rummelplatz auf. Und die Polizei erwischte drei Männer beim Kiffen.
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