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Salem Rambazamba im närrischen Kinderland

14.02.2012
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Beeindruckendes Programm beim Bürgerball sorgt drei Stunden lang für Hochstimmung im „Prinz Max“

– Narrenherz, was willst du mehr! In der fastnächtlich bunten „Prinz-Max-Arena“ zu Neufrach ging eine Nacht lang die närrische Post ab. Was da von der Hardtwieble-Zunft auf die Beine gestellt wurde, ist nur schwer zu toppen: ein fantastisches dreistündiges Programm, eine wunderbare Stimmung, ungetrübtes Amüsement und beste Unterhaltung beim Bürgerball. Für ergänzendes Labsal sorgte das Musik-Duo „Mikados“.

Das „Prinz-Max-Kinderland“ war dem Motto gemäß übersät von „Helden und Idolen der Kindheit“. Und all die kindlichen Gestalten erlebten ein abwechslungsreiches Programm mit zehn Beiträgen, die es auf eigene Art in sich hatten.

Wer noch etwas fröstelnd in den Saal kam, dem wurde gleich kräftig von den „Wikingern“ eingeheizt. Unter der Leitung von Martin Stehle bot die Musiktruppe gleich zweimal mitreißend-musikalischen Zündstoff. Ein voluminöser Beitrag wirkungsvollen Ganzkörpermassage! Nach dem Einzug der Hardtwieble-Zunft-Gruppen begrüßte Zunftmeisterin Uschi Majewski das närrische Volk, zu dem auch die Hoheiten Valerie und Max vom Markgräflichen Haus zählten. Danach ging es Schlag auf Schlag. „Robin Hood“ Heinz Junginger führte locker-routiniert und galant-amüsant durch das Programm. Die junge Weildorfer Garde zeigte im reizvollen, silber-schwarzen Outfit ihr großartiges tänzerisches und akrobatisches Können. So mancher staunte nicht schlecht beim Stellen der Pyramide. Das wahre Märchen vom Rotkäppchen, passend arrangiert mit alten Hits und lustigen Textkombinationen, spielten einige Akteure der Klufenmichel.

Hinreißende Eleganz und betörende Schönheit präsentierten die reizvollen Mädchen der Zunftgarde Bermatingen. Sie verblüfften nicht nur durch ihr Aussehen, sondern auch durch turnerisch-akrobatische Tanzkunst, ihre sportlich artistischen Bewegungskunststücke samt Rad und Spagat.

Dass man auch ohne Ahnung immer und überall mitreden kann, bewiesen Philipp Schwarz, Harald Stötzle und Thomas Eblen am Stammtisch. Neben lockeren Witzen ging es auch mit kräftigem Lokalkolorit zur Sache. Da wurde unter anderem der Bürgermeister mit der Neujahrsempfangs-Bemerkung „Salem spielt in der Champions-League“ zitiert. Unüberhörbar eine Forderung des Trios: „Bei einem Finanzpolster von 2,6 Millionen Euro muss eine Bühne mit Vorhang im Prinz Max drin sein.“

Silke Löhle stieg als Trainerin in d'Grätze und lud zum Sporttreiben ein. Ihr Hauptproblem war jedoch das Einkaufen zusammen mit dem Mann: „S'isch bei de Alte wie bei de Junge, mir Fraue sind halt immer die Dumme.“

Die Hardtwieblen hatten ihren Auftritt mit „Pippi Langstrumpf“. Pippis Geburtstagsfeier gab allerlei Anlass zum Sinnieren. Bürgermeister „Bärle“ erhielt eine Stärkung für den anstehenden Wahlkampf. Des Weiteren wurde der Wohnort des Schultes und der Schlosssee aufs Korn genommen. Im Blick auf die geplante Umsiedlung von „Salem Frucht“ hieß es: „Die MTU hätte lieber Äpfel verkauft, dann hätte sie auch bauen dürfen.“

Von seiner Leidensgeschichte und seinen Abnehm-Bemühungen mittels Diät, Sport, Fitnesskur und Schlankheitspillen erzählte Dekan Peter Nicola. Sein Trauer-Refrain: „Abzunehmen, das ist schwer.“

Unbestrittener Höhepunkt des Abends war der Auftritt des unnachahmlichen Gespanns „Hilde“ (Waltraud Dunst) und „Seffe“ (Hildegard Eblen), komödiantisch unterstützt von Gastarbeiter-Lokführer Valerie (Martin Notheis) und einer weitgereisten, in verschiedenen Rollen auftretenden Frau von Welt (Florine Dunst). Auf der Fahrt mit dem „Salemer Kurbähnle“ hatten die zwei Damen viel über Salem und seine Leute zu erzählen. Und das Publikum lauschte gespannt. Ins Visier kamen unter anderem der Schlosssee als Paradies, die „Tour de Ländle“ als unnötiges Event, ausbleibende Auftritte großer Künstler auf Schloss Salem, die zentrale Mitte. Ein sensationell inszeniertes Highlight, das den grandiosen Beifall verdient hat.

Zum Schluss des Programms hatten „die schrägen Vögel aus Neufrach“ ihren tänzerisch-geheimnisvollen Auftritt. Die Puppen tanzten perfekt.

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