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Salem Gebhard Gern feiert Geburtstag

04.08.2012
Salem -  Gebhard Gern aus Salem-Neufrach feiert am morgigen Sonntag seinen 75. Geburtstag. Er war 15 Jahre lang (1989-2004) Kreisvorsitzender des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbands (BLHV).Im Jahr 1937 kam Gebhard Gern in Neufrach zur Welt und wuchs in einer sozial engagierten Landwirtsfamilie auf.

Der Jubilar Gebhard Gern vor seinem Haus und dem Hofkreuz.  Bild: gommeringer

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Er besuchte von 1943 bis 1951 die Volksschule Leutkirch. Im ehemaligen Rathaus in Neufrach erhielt er von 1951 bis 1954 in der Landwirtschaftlichen Berufsschule bäuerliches Rüstzeug, bevor von 1955 bis 1957 jeweils im Winterhalbjahr in die Landwirtschaftliche Fachschule ging. Seine dreijährige Lehrzeit schloss Gern 1959 mit dem Gehilfenbrief ab. Er absolvierte danach ein halbes Jahr lang ein Auslandspraktikum auf einem Gutsbetrieb in Basel und einen Hauptlehrgang in der Badischen Bauernschule Tiengen.

Die Jahre 1962 und 1963 waren wichtige Stationen in seinem Leben. 1962 siedelte er aus und brachte zunächst sein Vieh in den neu erstellten Stall. Der Einzug ins Wohnhaus erfolgte 1963. In diesem Jahr schloss er auch den Ehebund mit seiner Frau Mathilde. Acht Kindern schenkte das Paar das Leben. Im Mai 1963 legte der Neufracher Landwirt die Prüfung zum Landwirtschaftsmeister ab. In den Jahren 1962 und 1963 war der Jubilar auch Mitglied im Vieh- und Fleischausschuss des Deutschen Bauernverbandes. Im Zusammenhang mit seinem Beruf übernahm Gebhard Gern im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche Ämter. Eine wichtige Aufgabe erfüllte der Neufracher Landwirtschaftsmeister im Linzgau für den Bauernverband. 15 Jahre lang, von 1989 bis 2004, stand er an der Spitze des Kreisverbandes Überlingen-Pfullendorf. Der BLHV-Kreisvorsitzende hat die vielen Erfahrungen und Begegnungen positiv in Erinnerung behalten. Mit seinem Ehrenamt waren selbstverständlich zahlreiche, nicht immer angenehme politische Auseinandersetzungen verbunden. Das berufsständische Engagement für die Landwirte forderte von Gern viel Opferbereitschaft.

Bei der Verabschiedung aus diesem Amt wurde Gern zum Ehrenvorsitzenden ernannt. 1998 wurde Gebhard Gern in den Verbandsvorstand berufen, wo er energisch für die landwirtschaftlichen Anliegen eintrat. Einige weitere Aufgaben seien noch genannt: Vorstand der Molkereigenossenschaft und des Raiffeisen Warenhauses Neufrach, Vorstandsmitglied in der Milchgenossenschaft Radolfzell, Aufsichtsrat der ZG Karlsruhe, ehrenamtlicher Richter beim Landwirtschaftlichen Senat des Oberlandesgerichts Karlsruhe. 2002 gab der Jubilar den Hof an seinen Sohn Ludger weiter.

Dass dem Jubilar das Gemeinwohl seines Heimatortes Neufrach immer ganz besonders am Herzen lag und liegt, belegen die Dienste, die er in der Gemeinde und in den Vereinen übernahm. So war er Gemeinderat in den ersten Jahren der neuen Gemeinde Salem. Über 50 Jahre singt er bereits im Männerchor Neufrach, als dessen stellvertretender Vorsitzender und Vorsitzender er sich jeweils acht Jahre lang einsetzte. Zudem engagierte er sich viele Jahre lang als Zunftrat der Hartwieble-Zunft Neufrach. Das Wirken und Handeln von Gebhard Gern war stark vom christlichen Glauben geprägt. Dem biblischen Leitspruch gemäß „Tritt dafür ein, sei es gelegen oder ungelegen“ (2. Timotheus-Brief 4,2) findet Gebhard Gern immer offene, ehrliche und versöhnliche Worte. Er steht zu seiner Überzeugung, auch wenn sie unbequem ist. Gleichgültigkeit mag er nicht. Sein Leben ist ein Leben voller Mut und Einsatz – in allen Bereichen.

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