Mein

Salem-Beuren/Weildorf Brand zieht jede Menge Sorgen nach sich

„Der FC Beuren-Weildorf hat keine Heimat mehr.“ So bilanzierte Vorsitzender Armin Heidenreich bei der Hauptversammlung im „Adler“ das Vereinsleben nach der Zerstörung des Vereinsheims beim Brand am 14. März. Die Solidarität mit Sach- und Geldspenden ist riesengroß, doch „vor den schwierigsten Wochen der Vereinsgeschichte brauche ich jedes einzelne Mitglied“. Die Brandkatastrophe belastet offensichtlich seelisch und körperlich.

Etwas Erfreuliches im derzeit grauen Vereinsalltag beim FC Beuren-Weildorf: Vorsitzender Armin Heidenreich (links) erläutert den Ehrenmitgliedern Elisabeth Mauthe (vorne) und Reinhold Dreyer (Mitte) die Pläne für den Wiederaufbau des Vereinsheimes.
Etwas Erfreuliches im derzeit grauen Vereinsalltag beim FC Beuren-Weildorf: Vorsitzender Armin Heidenreich (links) erläutert den Ehrenmitgliedern Elisabeth Mauthe (vorne) und Reinhold Dreyer (Mitte) die Pläne für den Wiederaufbau des Vereinsheimes. | Bild: Wieland

Salem-Beuren/Weildorf – Der Brand des Vereinsheims zog sich wie ein roter Faden durch die Berichte. „Vereinsheim: Präsentation Wiederaufbau; Auskunft Finanzen“ hieß es nüchtern auf der Tagesordnungspunkt. Das offizielle Spielgeschehen des Vereins muss mittlerweile der neuen Situation Rechnung tragen, wenn jetzt Heimspiele als „Auswärtsspiele“ im Sportzentrum am Schlosssee oder in Neufrach stattfinden und alle Utensilien auch dorthin gebracht werden müssen – bis zur Wurst und dem Grill. Das muss auch alles wieder aufgeräumt werden. Solidarität ist da vor allem im und aus dem Verein heraus nötig. Ein eindringlicher Appell des Vorsitzenden. Erstmals konnte die Generalversammlung nicht im Vereinsheim abgewickelt werden.

„Einzigartig“ nannte Armin Heidenreich die Solidarität in Salem und über die Gemeinde hinaus. Auch in der Versammlung sagten Vereine weitere Hilfe zu. Peter Frick als Chef des Narrenvereins Salem übergab vom Salemer Weihnachtsmarkt einen Spendenscheck über 555 Euro an Andreas Osterried. Auch Ortsreferentin Luzia Koester lobte gute Zusammenarbeit: „Man hält in der Not zusammen.“ Als besonders schlimm dürfte der Brand den „Vätern des Vereinsheims“ gelten, denn in diesem Haus steckte viel Herzblut mit vielen Stunden Eigenleistung. Das Spendenkonto hat sich mit gut 20 000 Euro ansehnlich entwickelt, dazu kommen Sachspenden von etwa 7000 Euro. Doch für die Beschaffung des bisherigen Wirtschaftsinventars – immerhin für 90 Leute – sind etwa 50 000 Euro nötig. Der Aufruf bleibt für weiteres Helfen bleibt also.

Die bauliche Seite zeigte Architekt Sascha Daschmann auf, wobei der genaue Betrag, der durch die Versicherung ersetzt wird, noch offen steht. Dennoch will man für die Neuplanung etwa 17 bis 20 Prozent unter einem theoretisch angesetzten Maximalersatzwert bleiben. Die erste, vorläufige Zahl lautet 250 000 Euro. Im Untergeschoss soll es vier Mannschaftskabinen geben, der Zugang für Spieler und Gäste ist getrennt, das Öl soll von solargestützter Energie ergänzt werden. Im Obergeschoss werden jetzt Theke und Küche nordwestwärts gerichtet, die Südseite bietet auf der Terrasse den Blick zum Platz, genau so wie aus dem Büro Vorstand, von dem aus die Ansagen gemacht werden. Fragen aus der Runde bezogen sich auf die Toilettenanlage: Ist die Situation für eine weibliche Person als Schiedsrichter mitbedacht? Ist eine Trennung für das Bewirtungspersonal nötig? Eigenleistungen stehen wohl nicht so vorne an, da es sich um keinen Neu-, sondern einen Wiederaufbau handelt.

Der Entwurf des neuen Vereinsheimes für den FC Beuren-Weildorf der Daschmann Planungsgesellschaft mbH, Markdorf.
Der Entwurf des neuen Vereinsheimes für den FC Beuren-Weildorf der Daschmann Planungsgesellschaft mbH, Markdorf.

Regionale Produkte von Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein auf SÜDKURIER Inspirationen. Gleich Newsletter abonnieren und sparen!
Regionale Kalender 2017
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
Salem
Salem
Salem
Salem
Salem
Salem
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren