Ravensburg –Vetter Pharma ist weiter auf Wachstumskurs. Für rund 30 Millionen Euro entsteht nach dem ersten Spatenstich am kommenden Freitag im Ravensburger Gewerbegebiet Erlen bis Anfang 2012 ein hochmodernes Zentrum für optische Kontrolle und Logistik mit einem 20 Meter hohen Hochregallager und einem mehrstöckigen Gebäude für die optische Kontrolle.
Das sagte Thomas Otto, einer der drei Geschäftsführer bei Vetter, im Gespräch mit dem SÜDKURIER.
„Die optische Kontrolle ist ein entscheidender Schritt in der Qualitätssicherung, weil zum Beispiel jede Spritze mit modernster Technik und geschultem Auge auf Fehler untersucht werden muss, denn natürlich können nur fehlerfreie Injektionssysteme ausgeliefert werden“, sagte Otto. Das Logistikzentrum sei Lager und Verteilungszentrum für Materialien und Endprodukte. „Alle Materialien müssen genau zum richtigen Zeitpunkt in die Produktionsstandorte gelangen, hochempfindliche Medikamente müssen besonders gekühlt gelagert werden. Dazu sind effiziente und sichere Abläufe notwendig“, erläuterte der Geschäftsführer
Sein Kollege Max Horn lobte die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Stadt und ihren Vertretern bei der Ansiedlung von Vetter im Gewerbegebiet Erlen. Es biete geeignete Voraussetzungen und sei der passende Ort für Investition: die verkehrsgünstige Lage an der B33, kurze Wege zu den Fertigungsstandorten in Ravensburg und Langenargen und ausreichend Flächen für künftige Erweiterungen. „Im Übrigen werden wir dort einiges in Sachen Umwelt tun mit hoher Energie-Effizienz und erneuerbaren Energien“, versprach Horn. Dazu gehörten unter anderem Fotovoltaik, Geothermie und ein Biogas-Blockheizkraftwerk.
Geschäftsführer Peter Sölkner besonders das rasante Wachstum der Firma hervor, die sich früh auf viel versprechende Entwicklungen eingestellt habe. Sie besitze ein umfassendes Know-how im Umgang mit Biotech-Medikamenten, „denn diese gehören der Zukunft“, ist er sich sicher. Er gehe davon aus, dass für Vetter eine weitere Internationalisierung notwendig sei, ein Anfang sei gemacht mit einem eigenen Standort Chicago, aber auch weitere Investitionen in Langenargen mit 12 Millionen Euro und in Mariatal liefen an. Insgesamt habe das Unternehmen bereits seit 2009 zum ersten Halbjahr 2010 ein Umsatzplus von neun Prozent mit mehr als 300 Millionen Euro erwirtschaftet.