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Ravensburg Probesitzen im Hörsaal

11.02.2012
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Dass es nach der Schulzeit immer mehr junge Menschen an Hochschulen und Universitäten zieht, scheint unbestritten. Insbesondere in Zeiten verkürzter Schuldauern und der wegfallenden Wehrpflicht beziehungsweise des Zivildienstes beginnen Schüler ihr Studium früher.

Beim Berufskolleg-Informationstag an der Hochschule Ravensburg-Weingarten erklärte Professor Michael Pfeffer, Prorektor für Forschung und Internationales, knapp 250 Schülern, was sie an der Hochschule erwarten würde.

Pfeffer, der zudem im Studiengang Physikalische Technik lehrt, stellte den Besuchern die vier Fakultäten der Hochschule vor: Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik, Technologie und Management sowie Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege. „Während Sie alle vier Wochen Klassenarbeiten schreiben und überwiegend von der Schule angeleitet werden, ist das beim Studium anders“, erklärte Pfeffer. „Engagieren Sie sich selbstständig für ihre eigene Zukunft.“

Ein Raunen ging durch den Saal, als die Studiengänge, die in englischer Sprache gelehrt werden, vorgestellt wurden. Dabei wechselte Pfeffer selbst in seinem Vortrag kurz auf Englisch, fuhr aber dann auf Deutsch fort. Er versicherte den Schülern, dass die so genannten Semesterferien nicht reine Freizeit bedeuten. Vielmehr müsse man sich auch in der vorlesungsfreien Zeit für das Studium engagieren. Getuschel keimte auf, als Michael Pfeffer erklärte, dass man als Studierender mit 45 Wochen zu je 40 Stunden Arbeit pro Jahr rechnen müsse.

Nachdem der Referent die 26 verschiedenen Studiengänge vorgestellt hatte, konnten die Gäste sich für einen entscheiden. Diese wurden von verschiedenen Professoren vorgestellt. Den Studiengang Pflegepädagogik stellte eine Studentin vor. Die Verteilung der Interessierten auf die einzelnen Studiengänge war sehr unterschiedlich: So waren vor allem die Fächer Technik-Management, Fahrzeugtechnik und Maschinenbau sehr gut besucht.

„Ich hab mich vorher im Internet über den Studiengang Technik-Management informiert und habe trotzdem einige neue Erkenntnisse gewonnen“, sagte Philipp Korus aus Kißlegg nach der Vorstellung des Bachelorstudiengangs. Ihm gefällt die Hochschule sehr gut und er könnte sich gut vorstellen, später hier zu studieren. Er habe allerdings noch keine feste Entscheidung getroffen.

Ähnlich ging es auch anderen Schülern, die aus vielen Teilen Baden-Württembergs nach Weingarten gekommen waren, um sich die Hochschule sowie ihre Studiengänge anzusehen. Beim anschließenen Campustag im Foyer des Hauptgebäudes hatten sie die Möglichkeit, erste Kontakte zu Professoren zu knüpfen und sich außerdem mit Studierenden verschiedener Fakultäten austauschen.

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