Ravensburg Gemeinschaftsschule im Ravensburger Süden
09.02.2012
Die ehemals dreizügige Grundschule Obereschach ist heute nur noch ein- bis zweizügig, also ist zunächst kein aktueller Handlungsbedarf in Sachen Neu- beziehungsweise Ausbau nötig. Die sofortige Teilnahme von Obereschach sichert aber alle Vergünstigungen, die die neue GMS erhält. Außerdem eröffnet sich die Chance, nun in aller Ruhe bis zu den Sommerferien über den Standort einer weiteren GMS im Zentrum der Stadt zu entscheiden. Die GEW Ortsvorsitzenden Birgit Faigle und Roswitha Malewski weisen auf die in zahlreichen Untersuchungen nachgewiesene soziale Ungerechtigkeit des bestehenden Schulsystems hin, die nur durch eine grundlegend andere Form des Unterrichtens und eine Änderung der Schulstruktur behoben werden kann.
Sie zeigten sich beeindruckt vom Schulprogramm, das die Eschacher Schulgemeinde für ihren Antrag auf Zulassung als GMS ausgearbeitet hatte. Faigle und Malewski betonen, dass von Ravensburg viele Impulse für die neue Schulart ausgegangen seien, deshalb müsse die Stadt auch bei ihrer Einführung von Beginn an dabei sein, um aus den Erfahrungen der Praxis die weitere Entwicklung mitgestalten zu können. Sorge bereitet der Bildungsgewerkschaft die auch im Ravensburger Gemeinderat angesprochene mangelnde personelle Start-Ausstattung für diese neue Schulart. Die beiden Vorsitzenden wiesen aber auf laufende Verhandlungen der Landes GEW mit dem Kultusministerium hin, hier Verbesserungen zu erreichen. Dabei sind die besonderen Herausforderungen für die Realschulen und Gymnasien nach dem Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung mit im Blickfeld.
