Oberteuringen Hier sind die Sternchen echte Stars
Bild: Bilder: Rauscher
„Auf die Bretter, fertig, los!“ – so lautete das Motto am vergangenen Samstag im Kulturhaus Mühle in Oberteuringen. Dort wurde beim Open-Stage-Festival „Sprungbrett Mühle“ zum 13. Mal die Kleinkunstbühne für all diejenigen freigegeben, die gerne ihr künstlerisches Talent – egal ob musikalisch, tänzerisch oder sogar filmisch – vor einem Publikum unter Beweis stellen wollten. Und prompt schlug das schiefe 13. Jubiläum auch gleich mit einem kleinen Unglücksfall zu. So musste Moderator Stefan Mitrenga bereits zum Beginn der „Talentshow“ den Ausfall der Indie-Band „Alles Wolke“ verkünden, die aufgrund eines erkrankten Bandmitglieds leider nicht auftreten konnte.
Aber das Sprungbrett-Team um Moderator Mitrenga steckte diesen Ausfall locker weg und stimmte sein Publikum auf einen spannenden und vielseitigen Abend ein. Und vielseitig ist genau die richtige Bezeichnung für das, was die Zuschauer in Oberteuringens kleiner Kulturoase geboten bekamen! Von stimmungsvollen Klaviersoli über einen selbst gedrehten Film bis hin zu den unterschiedlichsten musikalischen Live-Acts war wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. Eine wunderbare Einstimmung auf den Abend lieferten zu Anfang die beiden Pianistinnen Malin Schwarz und Thea Kuhnle aus Oberteuringen, die mit ihren gerade erst 13 Jahren gefühlvolle Klavierballaden präsentierten. Danach wurde die Mühle zum Filmtheater und der flotte Kurzfilm „Mobby Dick“ von Samuel Busch flimmerte über die Leinwand. Darin griff der vierzehnjährige Schüler das Thema Mobbing in der Schule auf und beeindruckte das Mühlepublikum mit einem sehenswerten Debütfilm.
Thomas Macat alias Tomdoo bot mit seinem Didgeridoo ein weiteres musikalisches Highlight und entführte mit rauen sowie melodischen Tönen nach „Down Under“. Abermals zu Gast war auch Stephan Hell, der mit seinem Programm „Liedermaching“ die Bühne erklomm und amüsante Lieder über die Liebe, Frühstücksbrötchen und das Leben eines Braunbären zum Besten gab. Mit Michelle Laib aus Meckenbeuren und der Liverockband Still No Name wartete die Mühle zu guter Letzt mit zwei weiteren ganz unterschiedlichen musikalischen Aufführungen auf. Während die dreizehnjährige Michelle mit ihrer einmaligen Soulstimme die Gäste mit James Morrisons „Brocken Strings“ oder Christina Stürmers „Scherbenmeer“ ins Schwärmen brachte, rockten die fünf Jungs von „Still No Name“ mit fetzigen Eigenkompositionen die Bühne und ließen den facettenreichen Abend mit groovigen Rockhymnen ausklingen.
Ganze dreieinhalb Stunden wurde das Publikum beim „Sprungbrett Mühle“ unterhalten, für das Organisator Bruno Rauscher natürlich am Ende einen herzlichen Applaus erntete. Am 3. Juli geht das „Sprungbrett Mühle“ übrigens in eine weitere Runde. Dann präsentieren sich auf dem St.-Martins-Platz in Oberteuringen vor allem musikalische Talente.
