Meersburg -
Die Aussichten auf das 38. Bodensee-Weinfest vom 7. bis 9. September in Meersburg sind blendend: Die Wetterfrösche sagen laut Tourismus-Chefin Iris Müller „null Prozent Regenwahrscheinlichkeit“ voraus. Stadt, Winzer und Gastronomen sind bestens auf das alljährliche Großereignis vorbereitet. Elf Weingüter werden am Meersburger Weinfest drei Tage lang ihre Erzeugnisse präsentieren.
Stadt und Winzer sind gut gerüstet für das Bodensee-Weinfest, das 2012 wieder uneingeschränkt auf dem Schlossplatz stattfindet: (von links) Winzer Thomas Geiger, Tobias Keck vom Winzerverein Hagnau, Bürgermeister Martin Brütsch, Tourismus-Chefin Iris Müller und ihre Mitarbeiterinnen Katrin Bretzel und Julia Baldauf, TuS-Vorsitzender Michael Gröer und Hubert Böttcher von der Spitalkellerei Konstanz.
Bild: Floetemeyer
„Wir sind gerüstet“, versichert Müller. 2012 steht für das Weinfest wieder der gesamte Schlossplatz zur Verfügung, nachdem die Sanierung des Neuen Schlosses abgeschlossen ist. „Wir können wieder uneingeschränkt feiern“, freut sich Bürgermeister Martin Brütsch. Auch der Umbau des Altenheims in das neue Jugend- und Familiengästehaus ist fertig: „Die Jufa will beim Weinfest mitfeiern“, so Müller.
Längst ist das Fest, bei dem elf Weingüter aus der Bodenseeregion ihre Erzeugnisse ausschenken werden, ein Höhepunkt der Saison und ein Selbstläufer. Jedes Jahr kommen 15 000 bis 18 000 Besucher. Letztere Zahl wurde auch 2011 erreicht, trotz Baustellen. „Die Region wartet auf dieses Weinfest“, ist sich Müller sicher. Alle Zimmer in der Umgebung seien für diese Tage längst ausgebucht.
Das Besondere an diesem Weinfest? Winzer Thomas Geiger denkt, es ist die Vielfalt und Qualität der teilnehmenden Betriebe: „Jeder bringt seine besten Sachen mit. Das Weinniveau ist angesichts dieser Konkurrenz sehr hoch.“ Außerdem biete das Bodensee-Weinfest ein „faires Preis-Leistungs-Verhältnis“. Müller bekräftigt: „Bei unserem Weinfest seht der Wein wirklich im Vordergrund. Es ist sozusagen ein Weinfest der Weine.“ Auf den Jahrgang 2011, der dieses Mal ausgeschenkt werde, könnten sich die Besucher besonders freuen, sagt Tobias Keck vom Winzerverein Hagnau: „Der war besonders gut.“
Dafür zu werben, dürfte auch der Badischen Weinkönigin Katharina Zimmer und Bodensee-Weinprinzessin Magdalena Malin leicht fallen. Malin stammt aus Meersburg, deshalb hat der Winzerverein Meersburg ihr zu Ehren eine Sonderfüllung vorgenommen, wie Georg Dreher stolz berichtet. „Ein Müller-Thurgau, lieblich – wie die Weinprinzessin.“
Doch nicht nur Malin ist am Wochenende für ihre Heimatstadt im Einsatz, sondern auch rund 150 ehrenamtliche Helfer des TuS Meersburg, erzählt dessen Vorsitzender Michael Gröer: „quer durch alle Abteilungen.“ Ganz besonders könne man sich immer auf die Alten Herren verlassen. Aber auch auf die Jüngeren. So besetzen sie die vier Kassen des Weinfestes in drei Schichten.
Auch hinter den Kulissen sind viele Menschen beschäftigt, betont Müller. Das sei allein schon wegen der Sicherheitsauflagen nötig, die Meersburg mehr als erfülle. Dazu gehört auch eine ständige Wetterbeobachtung. „Wir tun noch ein bisschen mehr, als wir müssen, das ist uns ganz wichtig.“
Der Bürgermeister dankt denn auch allen Teilnehmern, Helfern und Mitwirkenden. Besonders freue er sich, dass beim umfangreichen Musikprogramm wieder das Mandal Byorkester aus Norwegen dabei sei, zu dem die Meersburger Stadtkapelle und Knabenmusiker Beziehungen unterhalten.
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