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Meersburg Schule feiert 50. Jubiläum des Elysée-Vertrags

Deutsch-Französischer Tag mit Gourmet-Menü

Der 50. Jahrestag des Elysée-Vertrags dürfte den Schülern des Droste-Hülshoff-Gymnasiums in bester Erinnerung bleiben: Denn die Schule feierte das Jubiläum des Freundschaftskontrakts zwischen Frankreich und Deutschland mit einer „Journée franco-allemande“.

Den ganzen Schultag über standen die deutsch-französischen Beziehungen im Mittelpunkt. Höhepunkt war ein köstliches Menü im blau-weiß-rot geschmückten Speisesaal, das die Schüler der 8b und der 10b ausgesucht hatten: Quiche Lorraine, Schweinefilets mit Senfsauce, Eier auf Gascogner Art, Ratatouille und Mousse au chocoloat. Das tolle Küchenpersonal servierte die Speisen ebenfalls stilgerecht: geschmückt mit Kokarden in den Farben der Trikolore. Die Schüler hatte diese ebenso liebevoll gebastelt wie die gesamte Tischdekoration und die handgeschriebenen Speisekarten, die der Eiffelturm zierte. Auch die Pauker waren begeistert, allen voran die an diesem Tag besonders engagierten Französischlehrer, darunter Schulleiterin Annette Brunke-Kullik.

Vor Beginn der Mahlzeit hielten Laura Fuhs und Isabelle Tschaut aus der 10b eine kurze Ansprache. Sie erinnerten daran, dass das Ziel des Elysée-Vertrags „die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich war“. Damals habe die Versöhnung im Vordergrund gestanden, heute gehe es darum, die Beziehungen, gerade auch zwischen Jugendlichen, in beiden Ländern zu pflegen. Die Mädchen warben ferner um Teilnehmer für das Sonderprogramm „50 Jahre, 50 Projekte“, das für 2013 das ebenfalls vor 50 Jahren ins Leben gerufene Deutsch-Französische Jugendwerk ausschreibt.

Wie selbstverständlich heute das gute Verhältnis zu Frankreich sogar schon für die Jüngsten ist, unterstreicht Lehrerin Elke Walle mit einer Anekdote: Sie habe ihre Fünftklässler, die noch gar kein Französisch lernen, gefragt, wie sie das Nachbarland finden. Ergebnis: „20 von 25 möchten gerne Urlaub in Frankreich machen.“

Am Vormittag hatten die Gymnasiasten ab Klasse sechs bereits einen Film angeschaut, der die deutsch-französischen Beziehungen von den Zeiten de Gaulles und Adenauers bis zu Merkel und Hollande illustriert. Sechstklässler unterhielten ihre Schulkameraden außerdem mit dem musikalischen Vortrag „Le rap de Manon“ und Schüler der Oberstufe buken in den Pausen Crêpes, die reißenden Absatz fanden.

Doch nach dem opulenten Mittagsmenu war, noch vor dem Dessert, auch Hirnschmalz gefragt: Die Klasse 7b hatte unter dem Titel „A l'amitié!“ – „Auf die Freundschaft!“ – ein ganz schön kniffliges Frankreich-Quiz ausgeknobelt. Denn die Nachbarländer Frankreichs bekommt man ja vielleicht noch zusammen. Aber wer weiß schon auf Anhieb, wann die erste Tour de France stattfand, wie oft die „grande nation“ bisher Handballweltmeister wurde und wie die fünf größten Städte Frankreichs heißen?

Die Schulleiterin freute sich: „So lange essen wir sonst nie. Allein dafür hat sich diese Aktion schon rentiert.“ Als die letzte Schokoladencreme verputzt war, standen die Sieger des Quiz' zwar noch nicht fest, wohl aber ihre Prämie: Annette Brunke-Kullik hatte ihre letzten Privatbestände an „Carambar“ gestiftet. Das sind Kult-Karamell-Kaubonbons, die es in Deutschland nicht gibt. Ein Grund mehr, nach Frankreich zu fahren.

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