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Fasnacht

Meersburg Regenwaldlauf fordert Schüler

Wer dem Regenwald helfen will, muss ordentlich schwitzen. Das Droste-Hülshoff-Gymnasium startete seinen traditionellen Benefizlauf. Tagessieger wurden Michel und Hannes Best. Sie hielten am längsten durch.

Längst ist der Regenwaldlauf des Droste-Hülshoff-Gymnasiums (DHG) zur Tradition avanciert. Vor elf Jahren im Unterricht des Erdkundelehrers Dieter Burkert aus der Taufe gehoben, erfreut sich der Lauf durch den Daisendorfer Wald bei Schülern und Lehrern großer Beliebtheit. Zum dritten Mal in Folge organisierte die jetzige Klasse 10b den Lauf, zu dem sich im Vorfeld die Schüler Sponsoren gesucht hatten. Ziel war es, möglichst viele Runden zu laufen, da pro Kilometer ein bestimmter Betrag aufs Konto fließt.



Bereits um 8 Uhr herrschte am Schützenhaus in Daisendorf reges Treiben. Zelte, Bänke und Tische wurden aufgestellt, Getränke- und Kuchenverkauf vorbereitet, der Grill für Würste und Steaks aufgebaut. Eine Stunde später trafen Schüler und Lehrer ein. Kurze Zeit danach begaben sich die ersten Aktiven auf die zwei Kilometer lange Strecke. Bei den schon morgens hochsommerlichen Temperaturen kam schnell echtes „Regenwald-Feeling“ auf. Kühle Getränke fanden reißenden Absatz. Am Kontrollpunkt zählten Simon Möller, Deborah Hund, Tim Matheis und Louis Lauber die Runden der einzelnen Läufer. Nach sechs Runden gab es ein Freigetränk, nach zwölf Runden eine Gratis-Wurst. Den Tagessieg errangen die beiden Brüder Michel und Hannes Best mit jeweils 26 erlaufenen Kilometern. Den Klassenpreis und damit einen Ausflug in den Kletterpark nach Immen staad erhielt die Klasse 6b mit kollektiven 296 Kilometern. Insgesamt drehten die Schüler 1013 Runden, was einer Gesamtkilometerzahl von 2026 Kilometern entspricht. 

Mitorganisator und Betreuer Dieter Burkert zeigte sich enttäuscht vom fehlenden Einsatz der höheren Klassen. Fast ausschließlich gingen die Schüler der Unterstufe (5. bis 7. Klasse) auf die hügelige Waldstrecke, während die älteren Klassen, gemütlich im Gras sitzend, den Jüngeren beim Schwitzen zusahen.

Die erlaufenen Spendengelder gehen wie bereits in den vergangenen Jahren an Projekte der Organisation „World Wide Fund for Nature“ (WWF) in Borneo. „Borneos Regenwälder sind die ursprünglichsten und gehören zu den artenreichsten Wäldern unseres Planeten“, berichtet Burkert. „Mittels illegaler Abholzung und Umwandlung in Palmöl- und Papierplantagen ist die Regenwaldfläche Borneos innerhalb von 40 Jahren über die Hälfte reduziert worden.“ Durch den Lebensraumverlust kämpfen Orang-Utans um ihr Überleben. Dabei passiert es immer wieder, dass Populationen getrennt werden und so kleinere Gruppen entstehen, die keinen Kontakt mehr zu anderen Artgenossen haben. 2010 begann der WWF für die Orang-Utans einen Korridor zwischen zwei Nationalparks aufzuforsten. In diesen Topf der Biotopvernetzung fließen die Gelder des Sponsorenlaufs.

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