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Meersburg Meersburger Musiknacht mit vielen Höhepunkten

Die zweite Meersburger Musiknacht hatte am Wochenende an 13 verschiedenen Standorten für jeden Musikgeschmack etwas zu bieten.

Was viele Menschen am Samstag in Meersburg gemacht haben, nennen die Engländer „Pub Crawl“. Der „Pub Crawl“ (deutsch: Kneipenbummel) ist in Europa vor allem in Großbritannien verbreitet und meint das Umherziehen einer Gruppe durch möglichst viele Kneipen an einem Abend. Bei jedem Besuch muss mindestens ein Getränk verzehrt werden, sei es ein Bier oder eben ein Kaffee. Nun, statt Bier oder Kaffee, konnte man bei der zweiten Meersburger Musiknacht an 13 verschiedenen Orten Musik konsumieren – Musik verschiedenster Richtungen, Lautstärke und Professionalität.

Doch wer wirklich alles erleben wollte, musste gut zu Fuß sein und mindestens zwei Runden drehen. Denn natürlich gab es immer wieder Pausen der Musiker oder volle Räume, in denen man keinen Platz fand. Der qualitative Höhepunkt der Musiknacht fand im Ratskeller statt – wenn auch mit einiger Verspätung. Denn dort trat Neil Taylor auf, der frühere Gitarrist von „Tears for Fears“ und Robbie Williams, der zunächst solo und später zusammen mit seinem Kollegen Gary Nuttal sein Publikum mit eigenen Melodien und Rockklassikern begeisterte, unter anderem einer sensationellen Variation des Stones-Hits „Satisfaction“. Überhaupt schien das Hauptthema der Musiknacht Rockmusik zu sein. Neben dem Ratskeller boten der „Truben“ mit der Gruppe „Pig Ass & the Hoodlums“, das „Go In“ mit der Gruppe „Stormfire“ und das Hotel „Wilder Mann“ mit der Formation „Cranswick“ Rockmusik für die mittlere Generation, so etwa mit dem Peter-Green-Titel „Black Magic Woman“ in der Version von Carlos Santana. Countryrock spielten die trotz ihres Namens verkabelten „Unplugged DeVilles“ im „Weinhaus Hanser“. Im benachbarten Bistro „Ins Fischernetz“ füllten „Die Eskalation“ mit knallharten Gitarrenriffs den kleinen Raum. Überall drängten sich die Zuhörer in die teilweise engen Räume. Vor dem „Fährhaus“ war es gegen 21 Uhr noch ruhig. „Kommen Sie um 23 Uhr wieder. Dann ist hier mehr los“, wusste der Türsteher.

Im Hotel „Schiff“ jazzte derweil die Formation „Jazzforces“ vor einem eher ruhig genießenden Publikum. Doch auch hier saßen und standen weitere Zuhörer draußen auf der Promenade. Auch andere Musikrichtungen wurden dargeboten: Blasmusik im „Weinkellner“, italienische Schlager und volkstümliche Melodien des „Duo Donato“ in den „Winzerstuben“ oder Schlager mit den „Schneider-Sisters“ im „Valentino“. Liebhaber der ruhigen Chansons verharrten im „Alemannen-Torkel“, in dem die Meersburgerin Franziska Restle ihre Lieder gefühlvoll vortrug. Im „Armeemuseum“ unterhielt Bastian Stoltzenburg mit einer Mischung aus Liedern und Witzen. Und endlich drängten sich auch vor dem „Fährhaus“ die Leute, angelockt durch die Musik der Außenlautsprecher mit Hits wie „Carbonara“ und „Ghostbusters“.

 

Die Veranstaltung

Die zweite Musiknacht in Meersburg war ein Erfolg. Insgesamt 13 Gastronomiebetriebe beteiligten sich an diesem Event und konnten volle bis sehr volle Häuser melden. Mit acht Auftrittsorten lag die Unterstadt vorne. Doch drei Gastronomen an der Steigstraße und zwei in der Oberstadt verwandelten die ganze Altstadt in einen großen Festivalplatz. Musikalisch dominierte bei der Musiknacht die Rockmusik. Aber auch Anhänger von Schlager, Blasmusik, Country, Jazz oder Tanzmusik kamen auf ihre Kosten. Wer gut zu Fuß ist, konnte einmal an allen 13 Veranstaltungsorten vorbeischauen. (up)

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