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Meersburg Große Schultüte für scheidende Rektorin in Meersburg

Annette Brunke-Kullik verlässt zum Ende des Schuljahrs das Droste-Hülshoff-Gymnasium in Meersburg. Anschließend übernimmt sie eine Aufgabe als Schul­leiterin in Griechenland.

Zwölf Jahre lang war Annette Brunke-Kullik am Droste-Hülshoff-Gymnasium (DHG). Zum Ende des Schuljahrs verabschiedet sie sich, denn ihr neuer Arbeitsplatz liegt in Griechenland. Ab dem nächsten Schuljahr tritt sie die Stelle als Leiterin einer deutschen Gesamtschule in Athen an. „Ich hatte die Möglichkeit, das DHG mitzugestalten und Entscheidungen zu treffen“, sagt Brunke-Kullik rückblickend bei der offiziellen Feier zum Schulleitungswechsel in der Kapelle des Aufbaugymnasiums.

Annette Brunke-Kullik ist im Herbst 2004 an das Meersburger Gymnasium mit den wahrlich besten Aussichten gekommen. „Seitdem erfüllt sie alle Aufgaben, die nicht wegzudenken sind. In den vergangenen Jahren wurden vielzählige Arbeiten in und um die Schule herum wahrgenommen“, weiß Bettina Fuß, stellvertretende Schulleiterin. Brunke-Kullik habe es geschafft, dem Gymnasium eine ganz besondere Note zu verleihen und dabei Wert auf Zwischenmenschliches, die Bedürfnisse von Schülern, Eltern und Kollegen, zu legen, so Fuß.

„Die Schulleiterstelle ist die Schlüsselposition, die dazu beiträgt, dass alle mit Freude in die Schule kommen“, sagt Susanne Pacher, Abteilungspräsidentin des Regierungspräsidiums Tübingen, und richtet sich dabei lobend an die Rektorin. Auch Kollegin und örtliche Personalrätin Sigrid Brodbek äußert sich anerkennend. „In allen Bereichen der Schule hat sie völlig neue Bausteine gesetzt. Soziales Lernen wurde bedeutender und etliche Projekte wurden angestoßen, an denen Schüler, Lehrer und Eltern gemeinsam gearbeitet haben.

“ Beispielsweise die Fahrtenwoche kurz vor den Sommerferien, Doppelstunden und die schuleigene Homepage seien Früchte der Rektorin, sagt Brodbek. „Dafür, dass sie die höchste Position hat, ist sie immer für uns da“, sagt Schülersprecherin Kim Schmitz und Felix Penert fügt hinzu: „Sie legt großen Wert auf unsere Meinung und möchte den Schülern nahe sein.“

Ihr großes Herz, Engagement in vielerlei Hinsichten und Toleranz gegenüber Kollegen, Eltern und Schülern nimmt Brunke-Kullik mit, wenn sie ihren Lebensmittelpunkt vom „schönsten Arbeitsplatz am Bodensee“, wie es Pacher ausdrückt, nach Griechenland verlagert. Die wichtigsten Gründe für ihren Wechsel sind der Wunsch, eine Schule im Ausland zu leiten, eine neue Herausforderung zu suchen und das kulturelle Interesse am Land.

Wie an einer Schule mit Musik-Profil nicht anders zu erwarten, war der Festakt geprägt durch musikalische Leistungen der Schüler: Blechbläser des Unterstufenorchesters unter Leitung von Nikola Schorr, Julian Burdenko am Klavier, ein Saxophonquartett aus der Jahrgangsstufe 1, gesangliche Glanzleistungen eines Trios sowie des Schulchors unter Leitung von Peter Herrbold – sie alle haben die Verabschiedung der Schulleiterin zu etwas Besonderem gemacht.

Zwischen Blumen und einen Picknickkorb von Bürgermeister Martin Brütsch gibt es für Brunke-Kullik zum Abschied eine große Schultüte, die der Förderverein, die Lehrer und die Verwaltung der Schule gebastelt und zusammengestellt haben. Ab September übernimmt Philipp Strack die Rolle des Schulleiters am DHG. Zuletzt war er stellvertretender Rektor am Graf-Zeppelin-Gymnasium in Friedrichshafen.


 

"Griechenland ist ein tolles Land"

Nach zwölf Jahren am Droste-Hülshoff-Gymnasium gehen Sie demnächst an eine Schule in Griechenland. Wie denken Sie darüber?

Natürlich werde ich die Schule in Meersburg und alle Leute vermissen, aber ich freue mich auch auf das Neue.

Was reizt Sie an Griechenland?

Es reizt mich einfach, an eine deutsche Schule im Ausland zu gehen. Griechenland ist ein tolles Land, hat sehr liebenswerte Leute. Ich freue mich auf die Herausforderungen, eine Schule zu leiten, die Kindergarten, Grundschule und Sekundarstufen beinhaltet, einen tollen Vorstand hat. Es ist ja eine private Schule, an der alle sehr engagiert sind. Und eben einfach Dinge nochmal ganz anders neu – oder auch ähnlich – zu erleben.

Welche sind die größten Herausforderungen, die auf Ihren Nachfolger warten?

Eigentlich ist alles gut aufgestellt. Ich denke, er hat jetzt die Möglichkeit, Dinge, die da sind, weiterzuentwickeln und neue Ideen reinzubringen. Außerdem muss der neue Bildungsplan umgesetzt werden, eine Aufgabe, die jetzt alle Schulen haben. Aber es gibt jetzt keine Leiche im Keller, die es auszugraben gilt.

Was hat sich in den Jahren an der Meersburger Schule für Sie persönlich verändert?

Es gab viele Wechsel und ein Umbruch hat stattgefunden. Einmal durch den neuen Bildungsplan, dann durch neue Kollegen. Es hat sich quasi alles einmal ganz umgedreht. Ich denke, wir sind sehr zusammengewachsen, wir haben sehr gut zueinandergefunden, sowohl Schüler, Eltern als auch Kollegen. Die Zusammenarbeitet war toll und die Entwicklung war sehr harmonisch.

Haben Sie besondere Wünsche für Ihre Zeit in Griechenland?

Ich wünsche mir, dass ich gut ankomme, also einen guten Start habe; dass es mir gelingt, auch da die Leute mitzunehmen und die Schule weiterzuentwickeln; dass es mir gelingt, Wochenende zu haben und ans Meer zu fahren. Ich hab' mir mein Cello reparieren lassen und werde Cello-Unterricht haben und Griechisch lernen – also ein neues Leben neben der Schule haben, zu dem ich hier nicht gekommen bin.

FRAGEN: MONA LIPPISCH

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