Meersburg Genussvoll Gutes bewirkt
Benefiz-Diner für World Vision: Die "Wassergöttin" (links) im Gespräch mit Oliver Müller von World Vision, Kikaj Bonechi (Pächter "Alte Post" Meersburg) und Bürgermeisterin Sabine Becker. Bild: Dietsche
Meersburg - Sogar Gäste aus Großbritannien waren als Besucher gekommen und ließen sich dieses Ereignis nicht entgehen, war Essen und Trinken doch kostenlos, wie Wirt Kukaj Bonechi betonte. Nur wer ein Wasser trinken wollte, musste an die charmante "Wassergöttin" aus Weiler im Allgäu einen Obolus entrichten. Allerdings ließen sich am Ende die Gäste nicht lange darum bitten, das vorzügliche Menü mit einer Spende an "World Vision" zu entlohnen. Es war der Sinn dieses Abends, dieser humanitären Vereinigung einen möglichst großen Betrag zukommen zu lassen.
Bereits im Vorfeld des Essens hatten zahlreiche Lieferanten aus nah und fern kostenlos die für diesen Abend benötigten Lebensmittel zur Verfügung gestellt, darunter neben dem Winzerverein Meersburg sowie dem Fischer Walter Geiger auch die Bäckerei Kränkel sowie die Metzgerei Walser und Schwaderer.
Auch für die ebenfalls an diesem Abend durchgeführte Tombola hatten sich zahlreiche Spender gefunden, so dass Oliver Müller, Pressereferent von World Vision, einen ansehnlichen Betrag als Spende an seine Organisation verbuchen konnte. Müller nutzte diese Gelegenheit, um über die Aufgaben und Ziele von World Vision zu informieren. Der Erlös dieses Abends soll ganz konkret Brunnenbauprojekten im Tschad zugute kommen.
Die Kinder der Sommertalschule stellten unter der Leitung von Delia Roth Erbauliches und Nachdenkliches zum Thema Wasser vor. "Wir haben hier in Meersburg mehr als genügend sauberes Wasser", so Bürgermeisterin Sabine Becker, die an diesem Abend vortrefflich auf Deutsch und Englisch parlierte, doch in Afrika fehlt es an diesem an allen Ecken und Enden.
Eingebunden in diese Brunnenprojekte sind neben begleitenden Maßnahmen in Landwirtschaft und im Gesundheitswesen der betreffenden Orte auch Kinderpatenschaften. Schon seit Jahren fördert Familie Bonechi eine solche Patenschaft, ein weiterer Grund für einen solchen Abend.
Kurz vor Ende der Tourismus-Saison mit einem solchen Benefiz-Dinner die Aufmerksamkeit der Bürger und Gäste Meersburgs auf die Sorgen und Nöte anderer Menschen zu richten, dies hat schon lange Tradition in der "Alten Post" und könnte auch für andere Einrichtungen in Meersburg ein schönes Beispiel sein, waren sich alle Beteiligten einig.
