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Meersburg Angler haben Probleme mit Gewässern

Meersburg – Die Hauptversammlung des Meersburger Angelsportvereins im Vereinsheim am Siechenweiher hat es an den Tag gebracht: Die vom Angelsportverein gepachteten Gewässer Neu- und Siechenweiher bringen viele Probleme und viel Arbeit für die Mitglieder – auch nach der Sanierung des Neuweihers im Jahr 2003. Eigentlich sollte mit dem Neubau eines „Mönches“, der den Wasserpegel und den Abfluss regelt, und einem Sedimentabsetzbecken alles geregelt sein.Jetzt musste der Vorsitzende Robert Bosch feststellen, dass der Bericht von Pro Regio, in dessen Aktionsprogramm zur Sanierung oberschwäbischer Seen der Neuweiher aufgenommen ist, nicht ganz so gut ausgefallen ist.

Bild: Bilder: Mühlbauer

Der Fischbestand sollte reguliert und der Neuweiher im Oktober vorigen Jahres abgelassen werden. Es wurde jedoch bei der Wasserablassung festgestellt, dass der Mönch nicht ordentlich funktioniert und der Schlamm nicht in das Sedimenetabsetzbecken ablief. Mike Zimmermann berichtet: „Wir hatten beim Herausholen des Fischbesatzes, immerhin etwa zwei Tonnen, erhebliche Schwierigkeiten durch den Schlamm, der die Angler bei ihrer Arbeit sehr behinderte.“ Die Fische wurden dann im Siechenweiher geparkt.

Weiter berichtete Mike Zimmermann von Problemen mit dem Revierförster Martin Roth. Dieser habe am Neuweiher Bäume fällen lassen und das Astwerk einfach im Teich gelassen. Erbost berichtete der Gewässerwart dem anwesenden stellvertretenden Bürgermeister Peter Schmidt, dass der Förster auf Nachfrage erklärt hatte, für die Entsorgung des Astwerks werde er von der Stadt nicht bezahlt. Bevor die Angelsaison am 3. April beginnt, muss bei einem Arbeitseinsatz das Astwerk mit Booten aus dem Weiher entfernt werden. Peter Schmidt versprach, sich der Sache anzunehmen, und stellte eventuell eine Entschädigung in Aussicht.

Viele Probleme gibt es auch mit dem Siechenweiher, wie bei der Versammlung deutlich wurde. Robert Bosch: „Wir hatten geplant, den Siechenweiher im März abzulassen. Der Schlamm ist um einen Meter angestiegen. Durch die Verlandung haben wir vielleicht in zehn Jahren keine Fische mehr und vom Weiher ist nichts übrig.“ Das Ablassen müsse jetzt auf den Herbst verschoben werden, da durch den langen Winter das Gewässer im März noch vereist sei und demnächst schon die Krötenwanderung beginne. Bosch weiter: „Der Siechenweiher ist im Augenblick randvoll mit Fischen, die eigentlich in den Neuweiher umgesetzt werden sollen. Wir haben uns mit dem Landratsamt beraten. Jetzt soll der See abgesenkt werden, um einen Großteil der Fische nach Plan umsetzen zu können.“

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