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Meersburg Angebot weiter ausbauen

10.02.2012


– Das Staatsweingut Meersburg möchte 2012 sein Angebot weiter ausbauen. Dabei sollen die Wissensvermittlung und weintouristische Events im Vordergrund stehen.

So wird es erstmals Führungen mit einem Bodenseewein-Guide geben und der Weinverkauf wird in der Saison künftig auch sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet sein.

Das Staatsweingut sieht sich bei seinen Aktivitäten jedoch nicht als Einzelkämpfer, „sondern in der Verantwortung für die ganze Region“. Das sagten Weingutsdirektor Jürgen Dietrich und Vertriebsleiterin Marion Schäfer. So arbeite man auch intensiv daran mit, ein „weintouristisches Netzwerk“ rund um den See zu knüpfen, Angebote verschiedener Anbieter in allen Anrainerstaaten zu koordinieren. Anvisiertes Ziel ist eine „Bodensee-Weinstraße“. Man sei auf einem guten Weg und wolle im Frühjahr gemeinsam an die Öffentlichkeit. Dietrich: „Wir müssen den Bodensee insgesamt als Weinregion nach vorne bringen.“ Dabei verstehe sich das Staatsweingut nicht als Konkurrent anderer Erzeuger, „sondern als Ansprechpartner für jedermann“. Eine Hauptaufgabe sehe das Gut auch in der „Nachwuchsgenerierung“. Derzeit bilde man fünf Winzer und einen Küfer aus – und das bei insgesamt lediglich 20 Mitarbeitern.

Wirtschaftlich sei das Staatsweingut gut aufgestellt, selbst in den schwierigen, weinarmen Jahren 2009 und 2010 habe man schwarze Zahlen geschrieben und auch für 2011 dürfe man einen Umsatzzuwachs im einstelligen Bereich erwarten.

Damit es weiter so gut läuft, will man die Attraktivität weiter steigern. So wird 2012 das Seminarangebot ergänzt um das Thema „Käse und Weine vom Bodensee“. Erstmals stehen auch Führungen zu „Wein und Geologie“ auf dem Plan, die ein Bodenseewein-Guide leiten wird. Er bringt Erfahrung aus dem Bereich Nonnenhorn/Lindau mit, wo es dieses Angebot bereits gibt. Bei diesen Touren wolle man sich aber nicht auf die Rebhänge des Staatsweinguts beschränken, so Schäfer. Überhaupt, versichert Dietrich, sollen die ganzen Aktivitäten mehr der Wissensvermittlung und weniger der Werbung dienen. Als Staatsbetrieb „sind wir dem Allgemeinwohl verpflichtet, allen Bürgern Baden-Württembergs“, betont er. Es sei wichtig, den Bodensee insgesamt als Weinregion nach vorne zu bringen. Dazu könne auch die Teilnahme an Wettbewerben dienen – besonders wenn diese erfolgreich ist.

Und so ganz verhehlen wollen Dietrich und Schäfer ihren Stolz nicht, dass bei der „awc vienna“, dem größten Weinwettbewerb der Welt, ausgerechnet das Staatsweingut „von allen teilnehmenden Betrieben am See das beste Resultat“ erzielt habe. Groß war die Freude unter anderem auch über einen ersten Platz beim Internationalen Müller-Thurgau-Preis 2011.

Dietrich betont jedoch, dass das Staatsweingut, im Gegensatz zu vielen anderen Erzeugern, auch bereit sei, Wissen weiterzugeben. Der Allgemeinheit ist der Betrieb auch wieder bei den Weinerlebnistagen am 28. und 29. Juli zugänglich und natürlich jederzeit auf der im vergangenen Jahr neu gestalteten Internet-Homepage inklusive Webshop und Blog. Demnächst soll zudem eine Webcam stets aktuelle Ausblicke bieten.

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