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Meersburg – Die am Sonntag, 28. August, beginnende Meersburger Sommerakademie steht unter dem Motto „Musica veneziana“.

Zum 33. Mal in Folge treffen sich in der fünften Sommerferienwoche 160 Musiker und Musiklehrer aus Baden-Württemberg, um sieben Tage lang gemeinsam Musik zu machen und neue anspruchsvolle Werke einzustudieren. Die Teilnehmer sind im Droste-Hüllshoff-Gymnasium untergebracht. Die Schüler, Studenten und Lehrer wollen zudem in vier Konzerten zeigen, was man als zusammengwürfeltes Orchester alles leisten kann. Neben Werken von bekannten Komponisten wie Wolfgang Amadeus Mozart (Kammerkonzert) oder Antonio Vivaldi (Serenadenkonzert), präsentieren die Musiker auch Kompositionen von Igor Strawinsky (Chorkonzert) und Franz Lachner (Kammerkonzert). „Wir machen Musik auf hohem Niveau“, sagt Philipp Ahner. Er leitet die Meersburger Sommerakademie. Bei den vier Konzerten in Bad Waldsee, Hagnau, Meersburg und Markdorf erwartet das Publikum Musik mit südlichem Flair.

Den Beginn macht am Samstag, 27. August, das Salonkonzert in Bad Waldsee. Am 29. und 31. August folgen das Kammerkonzert in Hagnau und das Serenadenkonzert in Meersburg. „Die Musik handelt von Venedig, von Bella Italia, es geht um alles, was das Publikum damit in Verbindung bringt“, kündigt Ahner an. Auf das abschließende Chorkonzert am 3. September in Markdorf freut er sich besonders: „Die Mehrchörigkeit des Chorkonzertes ist einer der Höhepunkte.“ Die Dirigenten bei den einzelnen Konzerten sind Burkhard Kinzler, Martin Lentz und Ehrhard Wetz.

Ursprünglich war die Meersburger Sommerakademie als Fortbildungsveranstaltung für Musiklehrer gedacht. Dass mittlerweile so viele verschiedene Menschen daran teilnehmen, ist für Philipp Ahner eine der Besonderheiten des Projektes. „Indem Schüler und Lehrer miteinander gleichwertige Musik machen, lösen sie die klassischen Grenzen zwischen sich auf“, erklärt er. Und: „Eine solche Zusammenarbeit belebt jede Schule.“ Als Musiklehrer weiß Ahner aus eigener Erfahrung, dass Schüler im Musikunterricht nur selten selber Musik machen. „Da wird meistens nur Musik gehört, über Musik geredet oder Musik analysiert. Bei der Sommerakademie ist das anders“, erklärt er. Die Teilnehmer musizieren, außerdem können sie Seminare besuchen, in denen sie mehr über die Komponisten und den historischen Kontext der Musik erfahren.

Als Leiter des Projektes stellt Philipp Ahner das Konzertprogramm zusammen. „Mir geht es darum, Musik in einen Zusammenhang zu bringen, der in dieser Größe und in diesem Umfang im Schulunterricht nicht sichtbar werden kann“, sagt er. Häufig hätten die Teilnehmer der Sommerakademie nicht viel mehr gemeinsam als ihre Leidenschaft zur Musik.

Karten für 12 bis 20 Euro bei den SÜDKURIER-Kundencentern, außer für das Konzert in Hagnau. Hier gibt es die Tickets bei der Tourist-Information Hagnau, Tel. 0 75 32/43 43 43.

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