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Meckenbeuren Lebensräume für Jung und Alt: Ein Konzept für alle Generationen

Die Lebensräume für Jung und Alt feiern ihr 20-jähriges Bestehen mit vielen Gästen.

Das generationenübergreifende Konzept Lebensräume für Jung und Alt der Stiftung Liebenau bietet einen Anreiz zum bürgerschaftlichen Engagement und zur Netzwerkarbeit. Zum 20-jährigen Bestehen kamen nach einer Mitteilung der Stiftung zahlreiche Gäste nach Liebenau. Das Konzept erhielt an diesem Tag viel Lob.

Die Altenhilfe Deutschland der Stiftung Liebenau betreibt inzwischen 27 solcher Wohnanlagen im süddeutschen Raum. Im vorarlbergischen Bregenz betreibt die österreichische Schwestergesellschaft eine Wohnanlage. „Die Lebensräume sind zum Markenzeichen für die Aktivierung der Selbsthilfekräfte in unserer Gesellschaft geworden“, erklärte Berthold Broll, Vorstand der Stiftung Liebenau. Gerhard Schiele, Geschäftsführer der Liebenauer Altenhilfe, der maßgeblich an der Entwicklung der Lebensräume beteiligt war, schilderte die Entstehungsgeschichte. Anfang der 90er-Jahre habe es eine Aufbruchsstimmung in der Altenhilfe gegeben. In diese Zeit fiel auch die Gründung des Bereichs der Altenhilfe der Stiftung Liebenau. „In Freiheit Beziehung zu gestalten, stand damals wie heute ganz oben auf der Agenda“, erläuterte Schiele.

Die erste Wohnanlage in Vogt wurde kurz vor Weihnachten 1994 bezogen. Es folgten rasch weitere Wohnanlagen in Amtzell, Meckenbeuren, Kressbronn und Ravensburg. Vertraglich wird die Zusammenarbeit mit den Kommunen im so genannten Grundlagenvertrag geregelt. „Die Fachkraft der Gemeinwesenarbeit moderiert, schafft Gelegenheiten, ist Netzwerker, um Menschen miteinander in Kontakt zu bringen“, so Schiele. Menschen sollen aktiv werden. Nicht die Defizite stehen im Vordergrund, vielmehr sollen die Fähigkeiten der Einzelnen verknüpft werden. Wissenschaftlich unterlegt durch verschiedene Forschungsprojekte wurde die Entwicklung durch Professorin Sigrid Kallfaß. „Es gibt wenige Konzepte in der Altenhilfe, die so intensiv empirisch begleitet wurden wie die Lebensräume“, sagte die Leiterin der Steinbeis-Transferzentren Sozialplanung, Qualifizierung und Innovation. Die Erhebungen zeigen, dass die Lebensräume Sozialkapital bilden.

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