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03.08.2012  |  von Stefanie Nosswitz  |  0 Kommentare

Markdorf Wanderung ins Königreich

Markdorf -  Die erste Wanderung von SÜDKURIER und Schwäbischer Albverein führte 20 Leser und Leserinnen bei sommerlichen Temperaturen in den Schmalegger Tobel.

Wanderführer Theo Kausch (vorne rechts im Bild) vom Schwäbischen Albverein führt die Gruppe durch das Torkelgebiet und zeigt den Teilnehmern immer wieder interessante Begebenheiten am Wegesrand, wie etwa eine 200 Jahre alte Königstanne.  Bild: Baur

Die Vierbeiner Juna und Max folgen brav ihren Besitzern.

Kurze Verschnaufpause bei der Überquerung des Steigtobels.

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Autor
Stefanie Nosswitz
Redakteurin / Lokalredaktion Markdorf

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Es ist heiß an diesem Mittwochnachmittag, die Temperaturanzeige im Auto auf dem Weg von Markdorf nach Schmalegg zeigt 34 Grad an. Zu heiß für eine rund dreistündige Tour durch den Schmalegger Tobel? „Wir laufen die meiste Zeit im Schatten und wie werden viele Pausen machen, damit Sie sich ausruhen und genügend trinken können“, sagt Wanderführer Theo Kausch beim Parkplatz Jägerhaus. Rund 20 Leser und Leserinnen sind zur ersten Wanderung von SÜDKURIER und Schwäbischen Albverein gekommen und freuen sich auf die knapp sieben Kilometer lange Strecke.

Zur Schmalegger Tobellandschaft gehören vier Tobel – sie alle sind nach der Würmeiszeit durch Gletscherbewegungen entstanden. Das Kernstück des 229 Hektar großen Naturschutzgebietes bildet der Bannwald, ein Totalreservat ohne forstliche Nutzung – und ein Wald, in dem es für die Gruppe auf dem Weg durch den Steigtobel, über den Wasserfall des Büttenmühlenbaches, über den Schmuckerhof bis zum Schmalegger Tobel immer wieder Interessantes zu entdecken gibt. So sind beispielweise die Schäden, die Sturm „Lothar“ im Jahr 1999 angerichtet hat, noch deutlich zu erkennen. Wie etwa bei einer 200 Jahre Königstanne, die 44 Meter hoch war – jetzt ist sie noch 34 Meter hoch. Kausch berichtet, dass die Fichte als derzeit häufigste Baumart in den nächsten Jahrzehnten durch standorttypische Baumarten wie Esche, Buche oder Tanne verdrängt wird. Beim sechs Meter hohen Wasserfall des Buttenmühlebaches macht die Gruppe die erste längere Verschnaufpause. Als Theo Kausch fragt, ob alle noch fit seien, kommt die Antwort:„Wir haben uns gerade erst warm gelaufen“.

Weiter geht es auf dem Weg zum Schmuckerhof – zwischen Rinkenburger und Schmalegger Tobel passiert man drei große Erdwälle. Sie schützten in vorgeschichtlicher Zeit die Rinkenburg, in die sich die Bevölkerung bei Gefahr zurückzog. „Da wäre ich jetzt ohne Wanderführer dran vorbei gelaufen“, lobt eine Teilnehmerin die Ausführungen.

Vom „Königreich Schmucker“ kehrt die Gruppe laut Schild „zurück in die Menschheit“ und steigt auf einem schmalen Pfad ab in den Schmalegger Tobel, überquert diesen und steigt wieder steil bergauf zur Dorfstraße. Die Wanderer kommen ins Schwitzen – was nicht nur an den Temperaturen liegt. Von dort sind es nur noch wenige Meter bis zum Parkplatz. Die Temperaturanzeige auf der Fahrt zum nahe gelegenen Biergarten zeigt 32 Grad an. Das kühle Getränk schmeckt an diesem Abend besonders gut. „Das haben wir uns jetzt aber auch verdient“, stellt ein Wanderer zufrieden fest.

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