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Markdorf Verunsicherte Eltern

16.03.2010


Mit den Überlegungen, die Betreuungsangebote für Schulkinder an der Jakob-Gretser-Grundschule und im Kinderhort im Alten Schulhaus zusammenzuführen, hat sich die Verwaltung erstmal keinen großen Gefallen getan. Denn die Verunsicherung unter den Betroffenen ist groß.Zwar ist als Hauptargument, das fehlende Geld, im Haushalt anzuführen, durchaus berechtigt, doch bei einer Zusammenlegung wird aus Sicht der Eltern, Hortleitung und auch Kinder an der falschen Stelle gespart.

Auf den ersten Blick mag es für einen Außenstehenden nicht nachvollziehbar sein, was die Unterschiede zwischen der Betreuung an der Ganztagesschule und im Hort sind. Doch für die betroffenen Eltern liegen die Gründe für den Hort auf der Hand. Die da wären: Verlässlichkeit, pädagogische Betreuung mit ausgebildeten Erziehern, feste Gruppen, Öffnungszeiten von 7 bis 17.30 Uhr sowie maximal 30 Schließungstage im Jahr. Viele Eltern machen sich nun Sorgen, wie es weiter geht und einige befürchten sogar, dass sie bei einer Hortschließung in letzter Konsequenz ihren Arbeitsplatz aufgeben müssen, da die Alternativen für ihre Kinder nicht tragbar sind.

Diese Sorge muss die familienfreundliche Stadt Markdorf den Eltern nehmen und deren Argumentation anhören. Eine Entscheidung gegen den Hort kann nur dann erfolgen, wenn eine ausgearbeitete, akzeptable und finanziell deutlich bessere Konzeption einer Verlegung an die Jakob-Gretser-Schule vorliegt. Die Verwaltung steht nun in der Pflicht, ein für alle Seiten akzeptables Betreuungskonzept zu entwickeln und dem Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am kommenden Dienstag zur Entscheidung vorzulegen. Bevor diese Entscheidung getroffen wird, sollten weitere Gespräche mit den Eltern und der Hortleitung geführt werden. Denn sie wissen am besten, was für die Familien gut ist.

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