Markdorf Stephan Vuckovics Trainings-Mix wirkt
Ein Trainingsprogramm der besonderen Art stieß Stephan Vuckovic in Markdorf an. Der Triathlon-Olympia-Zweite von Sidney motivierte Siebtklässler des Gymnasiums am Bildungszentrum, mehr für ihre Ausdauer und für ihre Koordinationsfähigkeit zu tun. Ohne Unterstützung funktionierte dies freilich nicht. Weshalb Stephan Vuckovic mit den Sportlehrern der vier Klassen anregte, spezielle Fitnessübungen in ihren normalen Sportunterricht zu integrieren.
Der Mann mit dem Piraten-Tuch auf dem Kopf ist begeistert. „In nur neun Monaten haben sich die allermeisten ganz erheblich verbessert“, strahlt er, „das konnte man schon so sehen, da haben wir die Ergebnisse noch gar nicht ausgewertet.“
Tatsächlich bewältigten die Siebtklässler ihre Übungen sowohl am Boden wie auch an den Geräten mit spielerischer Leichtigkeit. Das habe vor neun Monaten, beim ersten Besuch des Spitzensportlers im Bildungszentrum noch ganz anders ausgesehen. Überdies lagen die Leistungen innerhalb der Klassen damals noch sehr viel weiter auseinander. Zwischen der Gruppe der Fitten und jener der Weniger-Trainierten klaffte eine erhebliche Lücke.
Stephan Vuckovics Trainings-Mix hat gewirkt. „Er besteht aus drei Säulen“, wie der inzwischen auf die Langstrecken-Disziplinen des Iron-Man umgesattelte Sportler erklärt, „aus einem gezielten Krafttraining, aus einem systematischen Koordinations- und aus einem regelmäßigen Ausdauer-Training. Die Schüler laufen, sie üben am Barren, sie machen Sit-ups oder sie balancieren rückwärts auf Bänken. Letzteres diene dazu, die Bewegungsabläufe zu verbessern.
„Gerade hier liegen die größten Probleme“, erläutert Vuckovic. „Weil die Kinder kaum noch draußen spielen, sondern viel zu viel am Computer sitzen“, sagt er, büßt der Körper die Koordinationsfähigkeit für Körperabläufe ein, die der entwickelt, wenn der Mensch über Zäune und auf Bäume klettert. Diese Beobachtung war es dann auch, die den Sportler dazu brachte, an die Schulen zu gehen.
Um wirklich etwas zu bewegen, brauchte es allerdings mehr als Medien-Bekanntheit und ein cooles Kopftuch, das war dem Athleten klar. Er fand Unterstützung in der EnBW. Der Energie-Konzern unterstützte Stephan Vuckovics Anliegen.
Zum Beispiel, indem er jener Klasse, die den größten Trainingserfolg zeigt, Freikarten für ein Heimspiel des Bundesligisten VfB Stuttgart spendiert samt der Busfahrt dorthin. Und wie es aussieht, so verrät Vuckovic mit Blick auf die guten Resultate der Siebtklässler in Markdorf, wird sein Trainigs-Konzept wohl bald auch an anderen Schulen angeboten.
