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Markdorf Schmuddel-Zustände in Metzgerei sind beseitigt

Am Donnerstag war Metzgermeister Felix zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, wegen der unhygienischen Zustände in seinem Betrieb. Doch die seien nun abgestellt, heißt es seitens des Landratsamtes.

Die Markdorfer Metzgerei Felix in der Hauptstraße darf auch weiterhin ihr Geschäft geöffnet halten und Wurstwaren verkaufen – trotz des Amtsgericht-Urteils vom vergangenen Donnerstag gegen Metzgermeister Rainer Felix. Felix war vom Überlinger Amtsgericht zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er wiederholt gegen gesetzliche Hygiene-Auflagen in seiner Metzgerei verstoßen hatte. Felix selbst wollte gestern auf Anfrage des SÜDKURIER noch keine Stellung zu der Angelegenheit nehmen und bat sich in einem Telefongespräch mit der Redaktion eine Bedenkzeit aus. Er wolle sich aber zu gegebener Zeit äußern, sagte Felix.
 

Metzger kommt Auflagen inzwischen nach

Verantwortlich für die Kontrolle der hygienischen Zustände in Betrieben wie der Metzgerei ist das Veterinäramt des Landratsamtes. Die dort angestellten Kontrolleure überprüfen die Sauberkeit in den Betrieben, schreiten bei Verstößen mit entsprechenden Auflagen ein – und bringen Fälle, in denen trotz Anmahnung keine Besserung eintritt, auch zur Anzeige. Dies war im Falle der Metzgerei Felix geschehen, wie Robert Schwarz, Sprecher des Landratsamtes, auf Anfrage dieser Zeitung mitteilt. Weiterhin geöffnet haben darf die Metzgerei, weil die unhygienischen Zustände inzwischen beseitigt seien, so Schwarz.

Zur Anzeige war es gekommen, weil bei wiederholten Kontrollen im vergangenen Jahr die Missstände stets nicht abgestellt waren: Verschmutzungen in Lagerräumen, Mäuseskelette im Gewürzlager, Schimmel an Türstock, Steckdosen und verdreckte Schränke. Insgesamt 59 Verstöße gegen Hygienebestimmungen hatten die Kontrolleure des Veterinäramtes seinerzeit aufgelistet. Bei der letzten Kontrolle vor der Anzeige, im August 2012, hatte sich immer noch nichts gebessert. Felix putzte zwar durch bei jeder Kontrolle, aber stets nur, wenn die Kontrolleure bereits im Hause waren, so Schwarz. Die Folge der damaligen Missstände war dann die Anzeige.
 

Betrieb wird weiterhin regelmäßig kontrolliert

Inzwischen, so der Behördensprecher, sei der Metzgermeister den Auflagen nachgekommen, bei seitherigen Kontrollen seien die „unhygienischen Zustände abgestellt gewesen“. Bei diesen jüngsten Kontrollen seien die Veterinäre zum Schluss gekommen, dass vor allem die Lebensmittel im Prozess von ihrer Herstellung bis zum Verkauf nicht mehr zu beanstanden gewesen seien. Weil die unhygienischen Zustände auch zuvor in Bereichen vorgekommen seien, in denen nicht unmittelbar Wurstwaren verarbeitet wurden, habe das Landratsamt als Aufsichtsbehörde auf eine zeitweise Schließung der Metzgerei verzichtet.

Derzeit und auch künftig werde der Betrieb regelmäßig kontrolliert, sagt Schwarz. Den Amtsveterinären zufolge seien aber zu keiner Zeit gesundheitsgefährdende Lebensmittel in den Verkauf gelangt und es habe auch keine Gefährdung der Metzgerei-Kunden bestanden.

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