+18°
+9°
+17°
+10°
Text: 
 

Markdorf

Putzmunterer Trupp macht Markdorf schöner

[0]

Er tut fast alles fürs Stadtmarketing: Aktionsgemeinschafts-Vorsitzender Jürgen Tittel.
Büsche

Herbert Haas, Wasserwerker der Stadt Markdorf, ist an diesem Samstagmorgen mit eher leichtem Gerät ausgerückt. Keine Überschwemmung, kein Rohrbruch, kein Notfall rief ihn zum Latschenbrunnen an der Hauptstraße, sondern ein Fall bürgerschaftlichen Engagements, der Haas nach dem Frühstück bei den Bronze-Jünglingen am Brunnenbecken erwartete.

Greller konnten Jürgen Tittel und Hubert Roth kaum werben für die vom Arbeitskreis Standortmarketing, kurz „Stark“, angeregte Aktion als mit ihren leuchtend grünen Signal-Westen. Die hatten der Aktionsgemeinschafts-Vorsitzende und der Riedheimer Ortsvorsteher angelegt, um alsbald mit Besen und großer Kehrschaufel ins Becken zu steigen. Zuvor galt es das Wasser abzulassen. Derweil wurden Roth und Tittel bereits angesprochen. Wobei die meisten Passanten schon wussten, dass hier am Latschenbrunnen eine Station des großen „Putztags“ war. Eine Station von dreien, denn der Rathausbrunnen wurde ebenfalls gereinigt und neu gestrichen. Ein Stück weiter, den Weinsteig abwärts, pflanzte ein weiterer „putzmunterer“ Trupp Hainbuchen zur zusätzlichen Begrünung.

 

„Stärken stärken und Schwächen schwächen“, das empfiehlt der Arbeitskreis Standortmarketing, kurz „Stark“. Für Markdorf heißt das zum Beispiel: Attraktive Bereiche und starke Zonen der Stadt wie etwa der Latschebrunnen werden noch mehr gepflegt; und dort, wo sich ein gewisser Nachholbedarf erkennen lässt, entsteht Neues, wird gezielt verschönert. Auf dass der „Erlebnisraum Stadt“ noch besser dasteht. „Das war unsere Absicht“, erklärte Bürgermeister Bernd Gerber. Durch das frühsamstägliche „Markdorf putz(t) munter“ sollte auf die Möglichkeiten eines gezielten Standortmarketings aufmerksam gemacht werden. Ebenso auf die eigenen Handlungsmöglichkeiten jedes Bürgers: „Rund ums eigene Haus findet sich da für jeden etwas, wo es was auszubessern oder was zu verschönern gibt“, sagt Gerber. Darüber hinaus aber ging es der Stadt und der „Stark“-Gruppe darum, weitere Anregungen und Anhaltspunkte fürs Standortmarketing zu gewinnen.

Viele solcher Anregungen kamen als Vorschläge auf die gelben Zettel. Die sammelten Stadträtin Christiane Oßwald, Agenda-Vorsitzende Roswitha Heidbreder und Michel Veysseyre beim Stand am „Proma“-Eingang. Auch Pfarrer Ulrich Hund sammelte am Latschen-Brunnen gelbe Zettel. Punkt zwölf Uhr übrigens war das Putzen vorbei – die Gespräche mit den Passanten allerdings noch lange nicht.

Fotogalerie zum Thema
Stadtputz

Fotogalerie starten (24 Bilder)

Weitere Artikel zu: WerbungMarketingPutzaktion

KOMMENTARE []

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet sein.

Autor: Jörg Büsche
weitere Artikel des Autors