Gute Stimmung herrschte in den Kneipen und Restaurants am Samstag, die beim ersten Markdorfer Hausball teilgenommen hatten. Die Narren ließen mit Tanzen und feiern die kalten Stunden im Freien schnell vergessen machen.
– Nach festen Traditionen wie Preisschnellen, Rathaussturm und Narrenbaumstellen war der Weg für die Hästräger und Narren klar: Auf in die Markdorfer Restaurants und Kneipen! Zum ersten Mal hatten sich acht Wirte zum Markdorfer Hausball zusammengeschlossen und feierten mit ihren Gästen die Fasnachtszeit.
Vom Marktplatz aus steuerten viele direkt das Gasthaus Adler an. Bei Live-Musik mit bekannten Partyliedern tanzten sich die Narren wieder warm. Nach den kalten Stunden im Freien tat das richtig gut, befanden die Tänzer. An den Tischen wurde viel gelacht und angestoßen – Hänseler, Kaujohle, Altmarkdorferinnen und und und sorgten für ausgelassene Feierlaune.
In der „Mojo Bar“ hatte für eine Zeit König Fußball die Oberhand über die Fasnacht gewonnen. Ertappt rief ein Guggenbichler: „Wo ist meine Maske?“ Für ein Foto wollte sich der Ittendorfer natürlich standesgemäß in Schale werfen. Im Zweifel steht die Fasnacht dann eben doch an erster Stelle.
In jeder Gastronomie mit Freunden und Bekannten anstoßen, da kann die Fasnacht schon fast zu Stress ausarten. „Ich verrate unseren Trick“, erzählte eine Altmarkdorferin im Torkelkeller verschmitzt: „Wir trinken überall etwas, aber nur ein Achtele!“ Richtig Stimmung kam beim Partyhit „Schatzi, schenk mir ein Foto“ auf – verzückt nahmen die Gäste im Torkelkeller ihre Hände in die Höhe und sangen lauthals mit.
Kaum im „Lichtblick“ angekommen, flitzten eine kleine Hexe, eine wilde Katze und zwei Pippi Langstrumpfs durch den Gastraum. Auch der Narrensamen hatte seine Taktik gefunden, um sich wieder aufzuwärmen. Die erwachsenen Narren schmunzelten bei so viel kindlicher Heiterkeit.
Fröhlich und ausgelassen festeten die Markdorfer und ihre Gäste die Premiere des Hausballs. Allerdings waren wegen der eisigen Kälte wohl viele daheim geblieben oder schon früher gegangen. Für den nächsten Hausball steckt sicherlich noch Feierpotenzial in den Markdorfer Narren.