MarkdorfÖffnungszeiten bleiben ein Kernthema [1]
Mehr als zwei Stunden lang haben Vertreter der Aktionsgemeinschaft am Dienstagabend zum Thema Standortmarketing diskutiert. Hauptsächlich ging es um einheitliche Öffnungszeiten des Einzelhandels. Professor Alexander Doderer informierte außerdem über die Notwendigkeit der Gründung eines Vereins, der der Marke Markdorf zu weiterer Bekanntheit verhelfen und Kräfte bündeln soll.
Markdorf – Das Thema Öffnungszeiten ist dem Markdorfer Einzelhandel nicht neu. Wird es doch schon seit mindestens 15 Jahren immer wieder diskutiert. Doch es ist von immenser Bedeutung, soll eine nachhaltige Frequenzsteigerung erzielt werden. Das unterstrich am Dienstag im „Poseidon“ Professor Alexander Doderer von der Gruppe drei, die vom Gemeinderat mit dem Thema Standortmarketing beauftragt worden ist. Öffnungszeiten seien „ein riesen Thema“, unterstrich Doderer. Das belege der Rücklauf von 400 Fragebögen. „Mittagspause oder Mittwochnachmittag zu“ bezeichnete er als Rückschritt ins 20. Jahrhundert. Der Chef der Gruppe drei verglich das Schaufenster mit einer Theaterbühne, gab Tipps zur Kundschaftspflege und die Schulung von Mitarbeitern. In Sachen „Events“ sei Markdorf Weltmeister, müsse jedoch die Schlagzahl erhöhen. Die Innenstadt, so Doderer, müsse einer „Mall“ entsprechen, und dieses Einkaufszentrum bedürfe einer zentralen Organisation. Doderer nannte sie „Markdorf Marketing Verein“, kurz: MMV. Dieser Verein sei für Innenmarketing zuständig. Gleichzeitig müsse die Stadt eine Gestaltungssatzung einführen, die Vorgaben zu Begrünung oder Beleuchtung mache. Ein Modell basierend auf acht Säulen soll Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft, Bildung/Erziehung, Stadtgesellschaft, Natur, Kultur/Kunst/Sport/Freizeit sowie Stadtkern und Handel unter einen Hut bringen. Bis 2013 rechnet Doderer mit 250 Mitgliedern. Diese müssen nach Doderers Rechnung rund 50 000 Euro im Jahr aufbringen. 50 000 Euro hätte die Stadt beizusteuern, um die laufenden Kosten beispielsweise für Veranstaltungen zu tragen. Ferner schlug der Standortmarketing-Mann noch zusätzliche Aktionen wie einen Ladys Day oder einen Montag als „Man-day“ vor, zu denen bestimmte Zielgruppen in den Genuss von Rabatten kommen. Beispielswiese beim XXL-Tag erhalten Personen mit Schuhgröße über 44 dann 30 Prozent Rabatt. Beim Thema nicht funktionierende Öffnungszeiten zeigte sich Josef Heilmaier beharrlich. „Ich bin ein Mensch, ich brauche eine Mittagspause, die Leute müssen sich auch nach mir richten “, betonte er. „Sie sind ein Dienstleister“, musste er sich von Alexander Doderer sagen lassen. Die Diskussion zeigte, dass bis auf wenige, fast alle Geschäfte über Mittag geöffnet haben. Susanne Scheffel wandte ein, dass durch längere Öffnungszeiten nicht mehr Kunden gewonnen würden. „Die Leute kämen öfter nach Markdorf, wenn sie nicht vor verschlossenen Türen stünden, legte Kerstin Bradler dar. Für Doderer war klar: Markdorf braucht dringend eine Organisationsstruktur. Eine!“ Stefan Zimmer von Heka schlug Kernöffnungszeiten von 9 bis 18 Uhr vor, samstags bis 16 Uhr, woraufhin Willi Guldin berichtete, von 13 bis 14 Uhr sei es „ziemlich ruhig“. Dies bestätigte Dietmar Bitzenhofer: „Um 12.30 Uhr hört das Geschäft schlagartig auf. „Mittags zu ist Provinz“, verwies Doderer auf das Beispiel Reichenbach an der Fils mit 13 000 Einwohnern, in dem er ebenfalls für Standortmarketing zuständig ist. Doderers Fazit: „Markdorf fehlt Flair.“ Es fehlten Details, die dazu verleiten bummeln zu gehen. Denn das sei des Bundesbürgers zweitliebste Tätigkeit nach der Gartenarbeit. In den 50ern sei bei Umfragen noch „aus dem Fenster schauen“ genannt worden.
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Anmassend, wie sich der Herr Professor Doderern in undemokratischer Weise herausnimmt, den ehrbaren und erfolgreichen Kaufmann Heilmeier bloss zu stellen, imdem er ihm erklärt, dass er Dienstleister sei.
Danke für den Hinweis, Herr Doderer!
XXL Days,Men days und sonstiges akademisches Marketing Geschwafel führen nicht zum Erfolg.
Die Unternehmer, die authentisch und mit Leidenschaft ihr Geschäft führen, werden auch in der Provinz erfolgreich sein. Dies ist nicht mit einheitlichen Öffnungszeiten zu verordnen und schon garnicht von jemandem, der nur weiss, wie man es macht, aber selbst nie getan hat!
Ich liebe die Provinz Markdorf-weil es Provinz ist!
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