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Markdorf Neun erste Preise für Bläser

10.02.2012
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Neun junge Bläser der Musikschule Markdorf haben beim jüngsten Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ im Friedrichshafener Bernd-Wiedmann-Haus teilgenommen. Und alle neun Musikschüler aus der Gehrenbergstadt belegten in dem für die Landkreise Bodensee und Sigmaringen ausgerichteten Wettbewerb erste Preise.

„Das ist ein fabelhaftes Ergebnis“, freute sich Musikschuldirektor Uli Vollmer beim Pressetermin am Donnerstag.

Freilich sei dies nicht das erste Mal, dass seine Schüler so gute Ergebnisse erzielt haben. Dank der intensiven Vorbereitung der Markdorfer Musikschullehrer und dank des fürsorglichen Beistands durch die Eltern schneidet der Musikernachwuchs aus der Schulgasse 2 regelmäßig relativ gut ab.

„Unsere Schüler wachsen mit dieser Erfahrung“, erklärt Vollmer. Denn stets stelle die Wettbewerbssituation eine große Herausforderung dar. Da gelte es zunächst, mit der eigenen Aufregung klar zu kommen.

Kaum weniger schwierig sei oftmals die Begegnung mit der Jury, wildfremden Menschen, die alles überaus kritisch verfolgen. Und schließlich seien da ja auch noch die zu spielenden Stücke mit ihren ganz eigenen Hürden. Hürden, die selbst ausgefuchste Profis oftmals nicht ohne größere Anstrengung nehmen. Insbesondere dann, wenn es sich um Kompositionen aus der zeitgenössischen Musikliteratur handelt.

Andreas Kirchner weiß davon „ein Lied zu singen“. Der ihm wohl vertraute Telemann habe ihm keinerlei Probleme bereitet. „Den habe ich lange genug üben können“, erzählt der 14-Jährige. Ganz anders das dritte Stück auf seinem Vorspiel-Programm: „Das war schon richtig schwierig“, berichtet der Posaunist. Seinen Vater macht das nur noch stolzer. „Aber das ist doch ganz natürlich“, äußert sich Ulrich Kirchner.

Sehr gute Ergebnisse, erste Preise bezeugen herausragende Leistungen. Sie verbürgen Fleiß und Hingabe der Schüler. Sie werfen auch ein gutes Licht auf die Musikschule und ihre Lehrer. Gleichwohl garantieren sie nicht in allen Fällen das Weiterkommen die Teilnahme beim Landeswettbewerb von „Jugend musiziert“. Benedikt Hartel darf Ende März zur nächsten Runde nach Schwäbisch-Gmünd. Seinen Posaunenspiel hat ihm bei der Friedrichshafener Jury 23 von 25 erreichbaren Punkten eingebracht. „Obwohl ich schon ziemlich aufgeregt war“, erklärt der 17-Jährige. Das sei jedoch die Kunst, so fährt er fort, „sich beim Spiel nichts anmerken zu lassen.“

Solche Souveränität sei keineswegs jedem gegeben, erläutert Musikschulleiter Uli Vollmer. Insbesondere bei den ganz jungen Schülern nicht – da heiße es dann aufpassen, sehr behutsam vorzugehen.

„Wir schicken niemanden zum Wettbewerb, der der Sache nur technisch gewachsen ist“, so Vollmer. Dafür sei die Wettbewerbs-Maschinerie viel zu hart.

In der Markdorfer Musikschule gelte das Prinzip der verantwortungsbewussten Behutsamkeit, die den gesamten Musikschüler in den Blick nimmt und dann von Fall zu Fall entscheidet, ob die Teilnahme am Wettbewerb eine gute Chance zu weiterem Wachstum, zusätzlichem persönlichem Reifen sei.

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