Mit ihrem Narrenspiel startete die Narrenzunft Hugeloh auf eindrucksvolle Weise den Auftakt ihrer Geburtstagsfeier anlässlich des 33-jährigen Zunft-Bestehens. Über 350 Besucher ließen sich m Freitagabend dieses Spektakel auf der Festwiese vor dem Leimbacher Feuerwehrhaus nicht entgehen.
Mit Pauken, Trompeten und Fanfaren eröffneten der Fanfarenzug Markdorf und die Riedheimer Lumpenkapelle Champs das Schauspiel. Viel Bewunderung erweckte die aufgebaute Freilichtbühne, eine Burg, die von einem Wald umgeben war.
Dort wurde mit einem besonderen Schauspiel die Symbolfigur der Zunft, der Hugeloh, zum Leben erweckt und die Geschichte des Hugeloh erzählt. Trotz eisiger Kälte hielten die Besucher durch und wohnten dem Schauspiel unter der Regie von Hubert Paul bei. „Wir drehen das Rad der Zeit zurück ins Jahr 1140“, eröffnete der Erzähler das Narrenspiel. Obervogt, Burgvogt, Adlige, Burgfräulein, Schergen und armes Bauernvolk bevölkern nach und nach die Szenerie. Die Gegensätze der damaligen Zeit werden gegenübergestellt. Einerseits das Leben in Saus und Braus, andererseits das kärgliche Dasein des ausgenommenen Volkes. So nimmt die Geschichte ihren Lauf: Der Steuern überdrüssig, weigert sich Bauer Jakob diese zu bezahlen. Er wird abgeführt und vor das Malgericht gestellt. Verurteilt zum Tode endet er am Galgen. Nur kurze Zeit vergeht, bis er in der Gestalt des „Hugeloh“ wieder zum Leben erweckt wird und mit seinen Maskenbrüdern sein Unwesen treibt. Mit einem großen Feuerwerk endete das beeindruckende Narrenspiel. Im Rahmen der Aufführung präsentierte Zunftmeister Augustin Reichle mit der „Bäuerin“ das neue maskenlose Häs der Zunft, das ab 2012 auf der Straße zu sehen sein wird. „Wer an diesem Häs Interesse hat, darf sich gerne bei uns melden“, machte Reichle kräftig Werbung.
Unter den Ehrengästen begrüßte der Zunftmeister Charlie Maier, den Narrenmeister des Alemannischen Narrenrings (ANR), sowie Josef Gommeringer vom ANR-Ordenskapitel und den Riedheimer Ortsvorsteher Hubert Roth. Im Anschluss an das Narrenspiel ging es in die Leimbacher Mehrzweckhalle zum Hugeloh-Ball, der innerhalb kürzester Zeit restlos ausverkauft war. DJ Tobi ließ es mit Stimmungsmusik, Après-Ski und Schlagermusik so richtig krachen. Befreundete Narrenzünfte, Lumpenkapellen und Tanzaufführungen sorgten für eine große Narrenparty.
Viel Lob erfuhr die Narrenmesse in der St. Nikolaus-Kirche am Sonntag. Das Gotteshaus war prall gefüllt mit Maskenträgern, selbst Pfarrer Ulrich Hund hatte sich in närrische Schale geworfen und trug auf seiner Stola heimische Narrensymbole. Hund verstand es ausgezeichnet, eine närrische Predigt in Reimform zu halten. Mitglieder der Narrenzunft übernahmen die Fürbitten und gedachten dabei an verstorbene Narren und baten für eine anständige Fasnet. Musikalische Schmankerl bot der Musikverein Riedheim unter der Leitung von Benjamin Fuchs. So spielten die Musikanten zur Gabenbereitung „I Will Follow Him“ aus dem Film „Sister Act“ und zum Auszug aus der Kirche den Narrenmarsch.
Narrenspiel Hugeloh
Hugeloh Ball
Narrenmesse I
Narrenmesse II